Anwalt will Urteil in mehreren Punkten bekämpfen

Tiroler Landwirt geht nach tödlicher Kuh-Attacke in Berufung

Donnerstag, 28. März 2019 | 09:45 Uhr

Ein nach einer tödlichen Kuh-Attacke zu Schadenersatz verurteilter Tiroler Landwirt geht gegen das erstinstanzliche Urteil im Zivilprozess in Berufung. Wie die “Tiroler Tageszeitung” in ihrer Donnerstagsausgabe berichtet, will Anwalt Ewald Jenewein die Entscheidung gleich in mehreren Punkten bekämpfen. Jetzt ist das Oberlandesgericht Innsbruck (OLG) am Zug.

Das erstinstanzliche Urteil hatte für große Aufregung gesorgt. Laut diesem sollte ein Bauer für seine Kühe wegen Fahrlässigkeit mit rund 180.000 Euro Schadenersatz und Hinterbliebenenrenten haften, da er seine Tiere entlang des Weges im Pinnistal nicht eingezäunt hatte. Nach dem Urteil gingen die Wogen in der Bauernkammer sowie in der Landes- und Bundespolitik hoch.

Jenewein ortete gegenüber der “TT” mehrere Mängel im Urteil. Etwa hätten die vom betroffenen Bauern angebrachten Schilder exakt der Terminologie entsprochen, die der Oberste Gerichtshof (OGH) in seiner jüngsten Entscheidung gefordert habe. Zudem beruhten etliche Feststellungen zum Unfallgeschehen im Ersturteil auf reinen Annahmen. Auch bezüglich der georteten Frequenz an der Unfallstelle sei “dem Erstgericht ein Fehler unterlaufen”, so Jenewein. Der Ort höchster Frequenz im Zusammentreffen mit den Tieren liege nämlich woanders.

Auch Rechtsanwalt Markus Heis legte für die ebenso in die Verantwortung genommenen “Elferlifte” Berufung ein. Das Urteil sehe als Auslöser für die Aggression der Kühe zuvor vorbeiwandernde italienische Urlauber mit Hunden, so Heis: “Ich glaube nicht, dass man diesen Zufall dem Bauern anlasten kann.” Die Kläger haben nun vier Wochen Zeit, um auf die Berufung zu antworten. Dann entscheidet das Oberlandesgericht.

Von: apa

Kommentare

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5 Kommentare auf "Tiroler Landwirt geht nach tödlicher Kuh-Attacke in Berufung"


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giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
21 Tage 2 h

jeder bauer soll sein gonzn lond einzäunen und a ruhe isch ,und wehe jemand geht vorbei

honigdachs
honigdachs
Tratscher
21 Tage 46 Min

Giftzwerg , wos einzäunen ??? die leit megn lei dohoam bleibm , Wiesen und olmen und wold meiden wenns ihnen net keart ….. die gonzn wonderer und Urlauber hobm sowieso koan benehmen mehr af fremden Grund …..

Schatten
Schatten
Superredner
20 Tage 22 h

@honigdachs und die bauern boll koane beiträge mehr, die leute koan arbeit mehr weil die turis net kemmen.

Landschaftspfleger
Landschaftspfleger
Superredner
21 Tage 1 h

Wenn der Bauer in diesem Fall verurteilt wird, dann müssen aber alle Entscheidungsträger wie Politiker, Richter, Manager, Beamte usw. für alle Entscheidungen bei denen Menschen zu Schaden kommen, auch zur Rechenschaft gezogen werden.

nuisnix
nuisnix
Tratscher
20 Tage 23 h
Des Bauern Sorgfaltspflicht ist die eine Sache, aber was sich Hundehalter alles leisten passt bald auf keine Kuhhaut (sic!) mehr. Die Köter laufen frei herum, scheißen und fetzen überall hin, verärgern und verängstigen andere Leute – und wenn man sich traut auch nur ein kleines Wort dagegen anbringen zu wollen, wird man angeschnauzt oder sogar aufs übelste beschimpft. Was würdet ihr Hundehalter sagen, wenn ich an eure Hausecke fetzen würde, wie es euer Hund an meine Hausecke macht? Versteht ihr Hundehalter denn nicht, dass ich nicht möchte, dass euer frei laufender Hund an meinen Knöcheln schnufflt oder sogar an meinen… Weiterlesen »
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