Die Leiche der jungen Frau wurde am Samstag gefunden

Tote 26-jährige Mutter: Zweite Obduktion in Graz angeordnet

Mittwoch, 05. April 2017 | 15:00 Uhr

Nachdem die Obduktion im Fall der im Inn gefundenen Leiche der seit Anfang Februar abgängigen 26-jährigen Mutter aus Wörgl ohne Ergebnis geblieben ist, hat die Staatsanwaltschaft eine neue Untersuchung angeordnet. Die Leiche soll am Ludwig Boltzmann Institut für Klinisch-Forensische Bildgebung in Graz ein weiteres Mal, tiefergehend untersucht werden, sagte ein Staatsanwaltschaftssprecher der APA.

Er bestätigte damit einen Bericht der Online-Ausgabe der Tageszeitung “Österreich”. Die sterblichen Überreste seien gerade auf dem Weg nach Graz, erklärte Sprecher Hansjörg Mayr Mittwochnachmittag. Mit einem Untersuchungsergebnis rechnete man bei der Innsbrucker Anklagebehörde bis Ende der Woche.

Bei der Obduktion in Innsbruck hatte die Todesursache nicht mehr festgestellt werden können. Es traten “keine klaren Hinweise auf Fremdverschulden” zutage. Wahrscheinlich sei die zweifache Mutter ertrunken. Wie es aber dazu gekommen sei, habe durch die Obduktion nicht geklärt werden können, hatte es geheißen. Auch hätten die Ermittlungen kein Ergebnis im Hinblick auf einen möglichen Selbstmord ergeben. Zudem brachte auch eine toxikologische Untersuchung kein Ergebnis.

Unterdessen hat die Staatsanwaltschaft eine Beschwerde gegen die Entscheidung des Gerichtes erhoben, wonach der Antrag auf Verhängung der Untersuchungshaft gegen den tatverdächtigen nahen Angehörigen der Frau abgelehnt wurde. Mit einer Entscheidung rechnete Mayr “in den nächsten Wochen”.

Die Leiche war Samstagfrüh in Kirchbichl im Tiroler Unterland beim Rechen des dortigen Wasserkraftwerkes aus dem Inn gezogen worden. Die 26-Jährige war am 2. Februar nach der Arbeit nicht mehr nach Hause gekommen. Die Anklagebehörde ging davon aus, dass der Beschuldigte die Frau von der Arbeit abgeholt hatte. Im Zuge der Ermittlungen wurde auch der Inn nach der serbischstämmigen Frau abgesucht.

Von: apa