Besonders schlimm erwischte es die Provinz Hunan

Tote und Vermisste nach starken Regenfällen in China

Montag, 03. Juli 2017 | 15:34 Uhr

Bei starken Regenfällen und Überschwemmungen im Süden und im Zentrum Chinas sind in den vergangenen Tagen womöglich dutzende Menschen ums Leben gekommen. Aus der südlichen Provinz Guangxi wurden mindestens 16 Tote und zehn Vermisste gemeldet, wie die Nachrichtenagentur Xinhua am Montag berichtete.

In der benachbarten Provinz Hunan im Zentrum des Landes wurden am Samstag bei einem Erdrutsch mindestens fünf Menschen getötet, auch hier gab es Vermisste. In Guangxi stürzten infolge der Regenfälle 600 Häuser ein, 6.500 weitere Häuser wurden beschädigt. Tausende Hektar Ackerland wurden überschwemmt. Der Schaden belaufe sich auf etwa 188 Millionen Euro, berichtete Xinhua unter Berufung auf örtliche Behörden. Fast 90.000 Menschen seien in anderen Unterkünften untergebracht worden.

Nach dem Erdrutsch in Hunan wurden am Montag noch vier Menschen vermisst. 300.000 Menschen mussten in der Region wegen der tagelangen Regenfälle ihre Häuser verlassen, 6.000 Gebäude wurden zerstört. In Hunan vernichtete der starke Niederschlag zudem 295.000 Hektar Ackerland.

In der Provinz Guizhou im Südwesten Chinas waren seit dem 22. Juni bereits zehn Menschen durch Überschwemmungen ums Leben gekommen, wie die örtlichen Behörden vergangene Woche mitgeteilt hatten.

Eine gigantische Schlamm- und Gerölllawine hatte zudem erst am 26. Juni 62 Häuser im Dorf Xinmo in der Provinz Sichuan unter sich begraben. Mindestens zehn Menschen kamen ums Leben, 73 Menschen werden weiterhin vermisst. Bisher wurden lediglich drei Überlebende gefunden – ein Paar mit einem Baby.

Von: APA/ag.