Gewalt "von Zivilisten gegen Zivilisten"

Toter bei Protesten in US-Stadt Charlotte

Donnerstag, 22. September 2016 | 04:45 Uhr

Nach dem Tod eines Afroamerikaners in der US-Stadt Charlotte ist es in der Stadt erneut zu gewaltsamen Protesten gekommen. Dabei wurde eine Person getötet, wie der Polizeichef Kerr Putney erklärte. Der Schuss, durch den ein Demonstrant getötet wurde, sei nicht von der Polizei abgegeben worden, betonte die Verwaltung der Stadt Charlotte in einer Erklärung, die über Twitter verbreitet wurde.

Es habe sich vielmehr um Gewalt “von Zivilisten gegen Zivilisten” gehandelt. Informationen zum Opfer und zu Tatverdächtigen lagen zunächst nicht vor. Hunderte Menschen gingen am Mittwochabend (Ortszeit) auf die Straße, nach kurzer Zeit eskalierte die Lage. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Demonstration aufzulösen.

Zuvor kam es bei Protesten vor einem Hotel zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei, wie AFP-Reporter berichteten. Bei Protesten in der Nacht davor waren 16 Polizisten verletzt worden. Auslöser der Proteste und Unruhen waren tödliche Schüsse der Polizei auf einen Bewaffneten.

In den USA wird seit Monaten über Polizeigewalt debattiert. Mehrere Vorfälle, bei denen Polizisten unbewaffnete Schwarze töteten, lösten landesweite Proteste aus. Erst am Freitag war ein 40-jähriger Afroamerikaner in Tulsa in Oklahoma von der Polizei erschossen worden.

Von: APA/Reuters/dpa

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