Es soll drei Täter geben

Tulln verweigert Flüchtlings-Zuteilung nach Vergewaltigung

Dienstag, 16. Mai 2017 | 15:39 Uhr

Nach der Vergewaltigung einer 15-Jährigen in Tulln Ende April hat die Polizei am Dienstag einen Verdächtigen überprüft. Das Mädchen soll zweimal missbraucht worden sein. Insgesamt soll es drei Täter geben. Die Stadt Tulln reagierte auf den Vorfall: Weil es sich bei den Tätern um Flüchtlinge handeln soll, werde die Zuteilung weiterer vorerst verweigert, teilte das Rathaus mit.

Die Betreuung jener Flüchtlinge, die sich bereits in Tulln befinden und “an die hier geltenden Regeln und Gesetze halten”, werde freilich fortgesetzt. “Für mich gibt es null Toleranz gegenüber straffälligen Asylwerbern, die das Gastrecht missbrauchen. Angesichts dessen, was diese Verbrecher dem Mädchen angetan haben, ist die volle Härte des Gesetzes gefordert”, stellte Bürgermeister Peter Eisenschenk (ÖVP) in einer Aussendung unmissverständlich fest.

Der zuständigen Stelle beim Land Niederösterreich sei am Dienstag mitgeteilt worden, dass Tulln bis auf weiteres die Aufnahme von Flüchtlingen verweigere. Das solle den notwendigen Freiraum schaffen, “der nötig ist, um die Vorkommnisse zu analysieren”.

Bei 59 Bewohnern von Asylunterkünften in der Bezirksstadt wurden DNA-Abgleiche durchgeführt, teilte Polizeisprecher Johann Baumschlager mit. Die Ermittlungen dauern an. “Ein Verdächtiger wird überprüft”, sagte Baumschlager am Dienstagnachmittag zur APA. Der Mann sei “in polizeilicher Obhut”. Weitere Erhebungen seien notwendig. Zu einer Reihenuntersuchung wie in Tulln sei es erstmals in Österreich gekommen, fügte der Sprecher hinzu.

Die Tat war am 25. April in den späten Abendstunden verübt worden. Das Mädchen hatte sich auf dem Heimweg befunden. Die Jugendliche war zunächst von drei Männern verfolgt und dann an den Schultern gepackt worden. Außerdem wurde ihr der Mund zugehalten. Laut dem Polizeibericht vergewaltigten dann zwei der Männer das Mädchen. Nachdem sich das Opfer losgerissen hatte und flüchten wollte, wurde es auf einem unbewohnten Grundstück wieder eingeholt. Dort kam es zu einem neuerlichen sexuellen Übergriff. Als Tatort nannte Baumschlager den Bereich Messegelände Tulln.

59 Männer mussten über Anordnung der Staatsanwaltschaft St. Pölten DNA-Proben abgeben. Es habe sich um 34 Asylwerber in drei Containerdörfern und um 25 privat in Tulln untergebrachte gehandelt. Das sei entsprechend zeitaufwendig gewesen, sagte Baumschlager.

Die Polizei habe sich in dem Fall “mit Informationen zurückgehalten, um die erste Phase der Ermittlungen nicht zu gefährden”. Es sei vor allem darum gegangen, dass sich mögliche Täter vor der Abgabe einer DNA-Probe nicht absetzen, erklärte der Sprecher. Sofort reagiert worden sei insofern, als die Bereiche um die Unterkünfte verstärkt bestreift würden.

Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Verdächtigen, dessen Überprüfung am Dienst andauerte, um einen Afghanen (19). Ein gleichaltriger Somalier soll flüchtig sein. Von der Polizei wurde das vorerst nicht bestätigt.

Von: apa

Kommentare

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11 Kommentare auf "Tulln verweigert Flüchtlings-Zuteilung nach Vergewaltigung"


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witschi
witschi
Superredner
6 Tage 15 h

um nicht sämtliche immigranten unter generalverdacht zu stellen und der rechten aufwind zu geben wird fast alles verschwiegen. leider oft zum nachteil der nächsten opfer, die sich nichtwissend unbeschwert bewegen.

fanalone
fanalone
Tratscher
6 Tage 11 h

um nicht sämtliche Autofahrer unter Generalverdacht zu stellen und der rechten Aufwind zu geben werden Unfälle von alkoholisierten Fahrern demnächst verschwiegen. Leider zum Nachteil der über den Haufen gefahrenen….

barbara
barbara
Grünschnabel
6 Tage 15 h

Ein Staat,der seine Bürger nicht mehr schützen kann, hat auf allen
Ebenen versagt. Belästigte oder vergewaltigte Frauen können sich bei
jenen bedanken, die trotz jahrelangem Stillstand noch immer links
wählen. Vielleicht geht diversen Wählerschichten bei der nächsten
Nationalratswahl ein Licht auf, was ich aber stark bezweifle. Die
Handlungsfreiheit dieses Staates wird durch EU, Hilfsorganisationen
und linke Politiker gelähmt.

Alpenrepuplik
Alpenrepuplik
Universalgelehrter
6 Tage 11 h

Ich habe selbst eine Tochter in dem Alter, das gesamte Leben eines so jungen Kindes ist durch diese Tat zerstört. Ihre Seele, ihr Körper für das gesamte Leben gezeichnet… egal ob , Asylbewerber, Einheimischer…niemand hat das Recht einer Frau, Mädchen so etwas anzutun….ich würde mein Kind immer verteidigen und rächen!!!!!!! Den in meinen Augen sind die Strafen hierfür zu gering….dem Mädchen alles, alles gute!!!!!

oldenauer
oldenauer
Tratscher
6 Tage 8 h

das arme mädchen wird das ein leben lang mitschleppen müssen und für sie geht keiner klatschen oder protestieren

BAS
BAS
Grünschnabel
6 Tage 18 h

Schrecklich,alles erdenklich gute den Mädchen  zum Thema zurückhalten ,möchte ich gar Nicht wissen ,was wir alles gar nicht erfahren

i
i
Neuling
6 Tage 16 h

setta leit hobn es lebn nit verdiant!

Staenkerer
6 Tage 9 h

es ischbschrecklich des zu lesn u. esxentzetzt wieweit de gastfreuglichkeit missbraucht u. geächtet werd!
hut anb von den bürgermeister, de nit verdeckt u. schönred, sonder knollhort fakten fordert, a das koane mehr willkommen sein bis der/die täter gfosst u. hort gstroft werd/n!

oldenauer
oldenauer
Tratscher
6 Tage 9 h

Anstatt die Bevölkerung zu warnen wird dieser Vorfall Wochen lang geheim
gehalten. Das ist grob fahrlässig und erinnert schon in erschreckender
Weise an die untragbaren Zustände in Schweden.

lauthals
lauthals
Grünschnabel
6 Tage 8 h

Nun das da keine Heiligen kommen hätte
der christliche Bürgermeister bei bereits massenhaft vorhandener
Informationen schon vorher wissen können. Aber wegducken ist halt
einfacher!

AGrianer
AGrianer
Neuling
5 Tage 6 h

Bravo !

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