Das Opfer wurde ins SMZ Ost geflogen und dort notoperiert

U-Haft für 16-Jährigen nach Messerattacke gegen Bruder

Donnerstag, 15. März 2018 | 15:11 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt hat die U-Haft für den 16-Jährigen beantragt, der am Mittwochnachmittag in Matzendorf-Hölles (Bezirk Wiener Neustadt) seinen um ein Jahr älteren Bruder mit einem Messer lebensgefährlich verletzt haben soll. Gegen den Jugendlichen werde wegen versuchten Mordes ermittelt, sagte der Sprecher der Anklagebehörde, Erich Habitzl, am Donnerstag auf Anfrage.

Der 17-jährige Bruder des Verdächtigen schwebt nach Polizeiangaben weiter in Lebensgefahr. Der Jugendliche wurde notoperiert. Der 16-Jährige ist laut Exekutive geständig, er wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert.

Der arbeitslose österreichische Staatsbürger gab demnach zu, am Mittwoch gegen 13.35 Uhr seinen um ein Jahr älteren Bruder mit einem Klappmesser im Elternhaus attackiert und dabei lebensgefährlich verletzt zu haben.

“Der Angriff erfolgte ohne Vorwarnung”, teilte die Exekutive mit. Als der 17-Jährige von der Schule nach Hause gekommen sei, habe ihm der Jugendliche mehrere Stiche in den Rücken und Bauchbereich versetzt.

Das Opfer konnte den Angriffen entkommen, sich ins Freie retten und durch laute Hilfeschreie die Nachbarn alarmieren. Nach notärztlicher Erstversorgung wurde der 17-Jährige in das SMZ Ost nach Wien geflogen und sofort notoperiert.

Die beiden Brüder befanden sich zum Tatzeitpunkt alleine im Haus. Der 16-Jährige flüchtete durch ein Dachfenster ins Freie und stellte sich kurze Zeit später der Polizei. Die Messerattacke war laut Polizei auf psychische Probleme des 16-Jährigen zurückzuführen. Der Jugendliche dürfte seit geraumer Zeit Gewaltfantasien haben. Offenbar gab es keinen Streit vor der Tat.

Von: apa