Auch 35 Jahre später ist das Entsetzen über die Katastrophe noch groß

Ukraine gedachte Opfer der Katastrophe von Tschernobyl 1986

Montag, 26. April 2021 | 22:21 Uhr

Am 35. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl hat die Ukraine der Opfer gedacht. Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, erinnerte am Montag bei einer Gedenkveranstaltung in der Hauptstadt außerdem an die vielen Menschen, die damals “zum Preis ihrer eigenen Gesundheit und ihres Lebens mit den Folgen der technischen Katastrophe kämpften”. Mehr als 600.000 Menschen halfen demnach bei der Beseitigung der Folgen – löschten etwa den Brand und räumten Trümmer weg.

Heute leben laut Klitschko in Kiew mehr als 48.000 von der Katastrophe Betroffene, Umgesiedelte und sogenannte Liquidatoren. Anlässlich des Jahrestages erhielten alle eine einmalige Zahlung von umgerechnet zwischen 18 und 30 Euro. Landesweit blendeten die TV-Sender eine Trauerkerze ein.

Die Explosion des Blocks vier im damals noch sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl im April 1986 gilt als die größte Atomkatastrophe der zivilen Nutzung der Kernkraft. In der Folge wurden radioaktiv verstrahlte Landstriche um die Atomruine gesperrt. Es gab Tausende Tote und Verletzte. Zehntausende wurden zwangsumgesiedelt. Kiew will das Gebiet zunehmend wirtschaftlich nutzen.

Unweit des stillgelegten Kraftwerks wurde zudem ein Zwischenlager für nuklearen Müll in Betrieb genommen. Ziel sei es, “die Sperrzone in ein Territorium der Wiedergeburt zu verwandeln”, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Rahmen der Gedenkveranstaltung. In dem Zwischenlager sollen Brennstäbe der drei stillgelegten Kraftwerksblöcke für etwa 100 Jahre lagern. Mit dem Bau war bereits im Jahr 2001 begonnen worden.

Von: APA/dpa

Kommentare

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9 Kommentare auf "Ukraine gedachte Opfer der Katastrophe von Tschernobyl 1986"


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ischJOwurscht
ischJOwurscht
Tratscher
13 Tage 7 h

Wieviele HUNDERT tausend *Menschen*,  sind innerhalb eines Jahres an Krebs damals gestorben, *alle ERSTHELFER* , meist junge MILITÄRS! 

Ruht in Frieden! 😢😱😳💐🌈🇷🇺

cHiMeRa
cHiMeRa
Neuling
12 Tage 18 h

Besonderns die Ersthelfer (Feuerwehr) , und später die Liquidatoren , haben sich den Arsch aufgerissen. Wirklich eine Katastrophe war das. Und die Welt wurde erst Tage später über dieser Katasrophe infomiert.

bon jour
bon jour
Universalgelehrter
12 Tage 9 h

typisch Sowjetunion halt.

eisern
eisern
Tratscher
13 Tage 7 h

Das ist unvergesslich. Ein warmer Tag und mein 18.Geburtstag.Und ein Jahr vorher war ich noch in Kiew. Ein Jahr später waren die Äpfel und Pilze in der Umgebung besonders groß und die Menschen dort haben sie trotzdem gegessen. Ich habe damals in der DDR gelebt und die dortigen Medien haben behauptet das die radioaktive Wolke um die DDR einen Bogen gemacht hat. Da wir aber auch ARD und ZDF hatten konnten sie uns nicht belügen.

quilombo
quilombo
Tratscher
12 Tage 19 h

ich war damals oft in der DDR. Die dortigen Medien haben zwar berichtet, daß eine radioaktive Strahlung stattfindet, aber sie haben die Gefährlichkeit heruntergespielt. So wie im übrigen Europa auch.

Offline
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Universalgelehrter
12 Tage 14 h
Zwischen 18 und 30 Euro !! Na die werden ein Faß aufgemacht haben. Obwohl, entspricht das doch zwischen knapp 25 und gut 35% einer durchschnittlichen Liquidatorenrente von monatlich 80 Euro 😡. Was rückt eigentlich Russland als Nachfolgestaat des ehemaligen Betreibers UdSSR raus ? Am neuesten, letztendlich bis zu 2 Milliarden Euro teuren und 2016 eingeweihten NSC Sarkophag hat sich Russland mit gerade mal offiziell 56 !! 😡 Millionen beteiligt. Die EU mit 1 !! Milliarde, die USA mit über 400 !! Millionen und einige europäische Länder (darunter Frankreich und Deutschland mit jeweils 100 !! Millionen) haben auch mehr als Russland… Weiterlesen »
quilombo
quilombo
Tratscher
12 Tage 10 h

dazu sollte man aber sagen, daß die Ukraine und Rußland im selben Staatenbund waren, als der Reaktor gebaut wurde. Rußland hat also nicht in der. Fremde einen Reaktor gebaut, sondern für die Ukraine. Der Strom von Tschernobyl diente fast nur der Ukraine, bis zum Unfall hatte also die Ukraine den vollen Nutzen. Deshalb ist es nicht soo logisch, daß Rußland mehr zahlen sollte als andere.
Auch China und Brasilien haben bei der Schadensbekämpfung mitgezahlt, obwohl sie nie einen Nutzen aus dem Kraftwerk hatten.

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Universalgelehrter
12 Tage 9 h

@quilombo..wenn du schon so zuvorkommend bist, mir (und vielleicht weiteren Interessierten) kostenlos Nachhilfe in Geschichte zu erteilen, solltest du aber auch hinzufügen, das die Sowjetunion oder “Union der Sozialistischen Sowjet Republiken” ein allein von Moskau aus zentrialistisch regierter, förderativer Einparteienstaat war. Und dass das jetzige Russland, auch Russische Föderation genannt, seit 1991 Nachfolger und Träger der Rechte und !! Pflichten der Sowjetunion ist.

Staenkerer
12 Tage 19 h

zuwrst wenig injormation ober noch a poor tog und wochn hobn se BA INS panikbgemoch, ähnlich wie jetz, olles war schier vergiftet, verseucht, zum verschmeißn, zum vernichten usw, lei wie es vor ort der katastrophe zuagongen isch und ausgschaug hot hot man erst später zizzeleweiß derfrog! nor hot man erst gsechn das mir mit an hellblauen auge davon kemmen sein und aie aufgebaucht des gwortn isch wos INS LOND betroffn hot!

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