Waldbrand in Kalifornien

UN: Mehr Naturkatastrophen wegen des Klimawandels

Montag, 12. Oktober 2020 | 15:07 Uhr

Seit der Jahrtausendwende sind nach einem UN-Bericht deutlich mehr Naturkatastrophen passiert als in den 20 Jahren davor. Grund dafür sei vor allem der Klimawandel, heißt es in dem Bericht über Opfer und Schäden von Katastrophen 2000-2019. Das UN-Büro für Katastrophenvorbeugung (UNDRR) veröffentlichte den Report am Montag zum Internationalen Tag der Katastrophenvorbeugung (13. Oktober).

“Die Zahl der Ereignisse durch extreme Temperaturen ist dramatisch gestiegen”, sagte Professorin Debarati Guha-Sapir vom Katastrophenforschungszentrum (CRED) der Universität Löwen in Belgien. Dort wird die Datenbank geführt, die für diese Kategorie einen Anstieg von gut 230 Prozent zeigt. 91 Prozent der Todesopfer durch extreme Temperaturen seien zwischen 2000 und 2019 durch Hitzewellen umgekommen, insgesamt 165.000 Menschen. Alle Länder müssten sich deutlich besser auf Hitzewellen vorbereiten.

Insgesamt stieg die Zahl der Naturkatastrophen nach dem Bericht von 4.212 auf 7.348. Gut 3.000 Mal war Asien betroffen, knapp 1.800 Mal der amerikanische Kontinent und gut 1.000 Mal Afrika. Es gab mehr Erdbeben und Tsunamis und vor allem mehr klimabedingte Naturkatastrophen: Deren Anzahl stieg von gut 3.600 auf gut 6.600. Der Anteil dieser Vorfälle an der Gesamtzahl stieg leicht von 87 auf 91 Prozent. Dazu gehören Überschwemmungen, Stürme, Dürren, Waldbrände und Hitzewellen.

Die Gesamtzahl sei nicht deshalb höher, weil in den vergangenen 20 Jahren mehr Katastrophen erfasst wurden, betonte Guha-Sapir. Die Kommunikationsmittel seien seit Ende der 1970er-Jahre so gut, dass praktisch alle Vorfälle registriert würden. Gelistet werden solche ab zehn Toten oder 100 Betroffenen.

Die Anzahl der Betroffenen stieg in den vergangenen 20 Jahren von 3,2 auf 4,2 Milliarden. Viele Menschen seien mehrfach Opfer geworden, so der Bericht. Die Zahl der Todesopfer blieb bei rund 1,2 Millionen.

Besonders schlimm waren die Jahre 2004, 2008 und 2010. Gründe waren 2004 der Tsunami im Indischen Ozean mit rund 230.000 Toten, 2008 das Erdbeben in Haiti mit gut 220.000 Toten und 2008 der Zyklon Nargis in Myanmar mit etwa 138.000 Toten.

Von: APA/dpa

Kommentare

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4 Kommentare auf "UN: Mehr Naturkatastrophen wegen des Klimawandels"


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Jiminy
Jiminy
Universalgelehrter
10 Tage 8 h

ach geh, renommierte internationale Experten wie Trump, Bolsonaro, Putin, Salvini sagen, dass es kein Klimawandel gibt. Punkt. Basta!

forzafcs
forzafcs
Superredner
10 Tage 7 h
forzafcs
forzafcs
Superredner
10 Tage 8 h

Laut IPCC konnten in den Letzen 30 Jahren kein Zuwachs von Wetterkatastrophen festgestellt werden.
Quellen:
[IPCC 2013, AR5, WG1, Kapitel 2.6, Seite 216]: “Current datasets indicate no significant observed trends in global tropical cyclone frequency over the past century and it remains uncertain whether any reported long-term increases in tropical cyclone frequency are robust, after accounting for past changes in observing capabilities.
http://www.bom.gov.au/cyclone/climatology/trends.shtml
https://www.dwd.de/DE/presse/hintergrundberichte/2015/Unwetter_Tornado_Norddeutschland_PDF.pdf?__blob=publicationFile&v=2

nightrider
nightrider
Superredner
10 Tage 6 h

In deinem Dokument gehts nur um tropische Wirbelstürme.

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