Pegelstände der Bäche und Flüsse deutlich gesunken

Unwetter – Lage in Osttirol entspannt sich

Dienstag, 30. Oktober 2018 | 11:20 Uhr

Nach Starkregen und Sturm in der vergangenen Nacht hat sich die Lage in Osttirol am Dienstagvormittag zunehmend entspannt. Die Pegelstände der Bäche und Flüsse sanken deutlich und auch Regen und Wind ließen nach. Wichtige Straßenverbindungen konnten am Vormittag wieder geöffnet werden. Der Stromausfall in mehreren Gemeinden dauerte jedoch noch an.

Die Großglocknerstraße (B107) und die Drautalstraße (B100) bis Kärnten wurden wieder geöffnet. “In Richtung Grenze Südtirol ist die B100 derzeit wieder eingeschränkt befahrbar”, erklärte Bezirkshauptfrau Olga Reisner in einer Aussendung. Die Felbertauernstraße (B108) soll jedoch nicht vor Mittag geöffnet werden. Im Laufe des Vormittags sollen die Kalserstraße (L26) und die Defreggentalstraße (L25) wieder befahrbar sein. Auch Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) war am Vormittag in Lienz eingetroffen, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

In Arnbach im Gemeindegebiet von Sillian hatte der Pegel der Drau in der Nacht die hundertjährliche Hochwassermarke überschritten. Die Drau war aber dennoch nicht über die Ufer getreten. Die ÖBB mussten am Abend nach der Einstellung des Zugsverkehrs auch den Busbetrieb einstellen. Damit war auch kein Schienenersatzverkehr mehr möglich. Für gestrandete Pendler und Reisende wurden in Matrei, Lienz und Sillian Notunterkünfte eingerichtet, die von knapp 100 Personen genutzt worden waren, teilte das Land mit.

Die Bezirkseinsatzleitung hat für Erkundungs- und Versorgungsflüge fünf Hubschrauber angefordert. Mehr als 500 Einsatzkräfte waren in der Nacht in Tirol im Einsatz. Auch in den Bezirken Innsbruck-Land und Schwaz mussten die Feuerwehren ausrücken. So hatten etwa zwischen Innsbruck und Matrei mehrere umgestürzte Bäume die Oberleitung der Brennerbahnstrecke beschädigt. Diese musste deshalb bis voraussichtlich Dienstagabend gesperrt werden.

Von: apa

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