Zahlreiche Bäume fielen dem Sturm zum Opfer

Unwetter traf Waldviertler Marktgemeinde Vitis

Montag, 28. August 2017 | 10:24 Uhr

Ein kurzes, aber heftiges Unwetter hat am Sonntagnachmittag die Waldviertler Marktgemeinde Vitis mit voller Wucht getroffen. Hagelkörner mit einer Größe von bis zu 4,5 Zentimeter, Sturm und große Niederschlagsmengen verursachten schwere Schäden, teilte das Bezirksfeuerwehrkommando Waidhofen a.d. Thaya mit. In Salzburg schloss eine Mure 20 Menschen ein.

Im Ortsteil Großrupprechts musste ein Dach, das kurz vor der Fertigstellung stand, provisorisch gedeckt werden. Hagelkörner hatten die Isolierfolie zerstört. Das Wasser drang ein und floss bis in die Wohnräume, berichtete die Feuerwehr. In Kleinschönau und Warnungs stürzten durch den Sturm zahlreiche Bäume um. Eine Landesstraße war für einige Zeit unpassierbar.

In Vitis selbst hat der Hagel an Wohnhäusern und Fahrzeugen laut Bezirksfeuerwehrkommando “enormen Schaden angerichtet”. Mit welcher Wucht der Sturm über die Marktgemeinde gezogen war, “lässt sich an den zerstörten Ziegelständern am Lagerhausgelände in Vitis erkennen. Diese wurden einige Meter verschoben, bevor sie umgestürzt und auf die Straße geweht wurden. Verletzt wurde zum Glück niemand”.

Schäden wurden auch aus dem Bezirk Gmünd gemeldet. Die FF Hoheneich wurde auf die Landesstraße Richtung Pürbach gerufen, um mehrere umgestürzte Bäume zu beseitigen. Der eigentliche “Routine-Einsatz” musste jedoch mehrfach unterbrochen werden, weil die Sturmböen, Blitzeinschläge sowie Hagel- und Regenfälle die Aufräumungsarbeiten zu gefährlich für die Einsatzkräfte machten.

In Kaprun (Pinzgau) hat am Sonntagnachmittag eine Mure die Straße zu den Stauseen auf einer Länge von rund 100 Metern zum Teil meterhoch verschüttet. Rund 20 Menschen befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch im hinteren Tal und wurden eingeschlossen. Die Feuerwehr barg sie über einen Tunnel vom Gasthof Kesselfall, berichtete Einsatzleiter Gerhard Lederer.

Gegen 17.30 Uhr war ein heftiges Gewitter über die Region gezogen. Der Schwarzenbach im Krapfgraben schwoll stark an und riss eine Menge Schlamm, Geröll und Bäume mit. Die Kesselfallstraße war dadurch in diesem Bereich unpassierbar. Verletzt wurde niemand. Rund 40 Feuerwehrleute der Betriebsfeuerwehr des Verbunds und der Freiwilligen Feuerwehr Kaprun sperrten die Straße, brachten die eingeschlossenen Menschen in Sicherheit und halfen bei den Aufräumarbeiten.

Von: apa