Anwalt wollte auf Umweltschäden aufmerksam machen

US-Anwalt zündete sich wegen Umweltverschmutzung an

Sonntag, 15. April 2018 | 14:27 Uhr

In den USA hat sich ein bekannter Anwalt und Aktivist aus Protest gegen die Umweltverschmutzung angezündet. Die Leiche von David Buckel wurde am Samstag in einem Park im New Yorker Stadtteil Brooklyn gefunden, wie die “New York Times” berichtete. Laut einem Abschiedsbrief wollte Buckel mit der Aktion auf die durch fossile Brennstoffe verursachten Umweltschäden aufmerksam machen.

In dem Abschiedsbrief, den neben den “New York Times” auch andere US-Medien erhielten, schrieb Buckel, dass er gerade wegen der Umweltschäden durch Brennstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle einen “fossilen Brennstoff” gewählt habe, um sich anzuzünden. “Umweltverschmutzung verwüstet unseren Planeten und macht ihn über Luft, Boden, Wasser und Wetter unbewohnbar”, schrieb Buckel demnach in seinem Brief. “Die meisten Menschen auf dem Planeten atmen inzwischen Luft ein, die durch fossile Brennstoffe gesundheitsschädlich gemacht worden ist, und viele sterben als Folge davon früher – mein früher Tod durch fossilen Brennstoff spiegelt wider, was wir uns antun.”

Der 60-jährige Buckel hatte sich jahrelang für die Rechte von Homosexuellen und die Homo-Ehe in den USA eingesetzt. Die Bürgerrechtsorganisation Lambda Legal, für die Buckel arbeitete, erklärte, sein Tod sei ein “gewaltiger Verlust” für die gesamte Bewegung für soziale Gerechtigkeit. Buckel sei ein “brillanter juristischer Visionär” gewesen, erklärte Camilla Taylor von Lambda Legal. Die “New York Times” berichtete unter Berufung auf Freunde des Verstorbenen, Buckel habe sich nach seinem Weggang von Lambda Legal zunehmend für Umweltfragen interessiert.

Von: APA/ag.