Eisschollen am Ufer des Hudson River

US-Ostküste vor Rekord-Minustemperaturen

Samstag, 06. Januar 2018 | 18:03 Uhr

Nach heftigem Schneefall wappnet sich der Norden der US-Ostküste für eisige Temperaturen am Wochenende. Meteorologen sagten Rekord-Minustemperaturen und eisige Winde voraus. Das durch einen heftigen Schneesturm ausgelöste Verkehrschaos im Nordosten der USA hat sich indes teilweise normalisiert.

Durch eine Kombination aus Wind und arktischer Luft könne es zu gefährlichen Bedingungen kommen, erklärte der nationale Wetterdienst. Die Meteorologen warnten vor dem sogenannten Wind-Chill-Effekt, also vor gefühlten Temperaturen, die weit unter dem Gefrierpunkt liegen könnten.

Betroffen ist der Raum von Maine im Norden bis nach North Carolina. In Boston soll das Thermometer am Samstag auf bis zu minus 20 Grad fallen. Die gefühlten Temperaturen könnten dort laut Wetterdienst sogar bei minus 28 Grad liegen. Auch für Washington und New York wurden zweistellige Minuswerte vorausgesagt. An der Nordkostküste hat es an einigen Abschnitten in den vergangenen Tagen heftig geschneit.

Von den Flughäfen in Boston und New York starteten am Freitag wieder Flugzeuge. Allerdings wurden an den New Yorker Flughäfen John F. Kennedy und La Guardia laut der Internetseite Flight Aware 20 beziehungsweise 30 Prozent der Flüge wieder gestrichen. Am Bostoner Logan-Flughafen waren es ebenfalls 30 Prozent.

Am Freitag waren etwa 4.300 Flüge ausgefallen, rund 3.500 weitere hatten zum Teil erhebliche Verspätungen. In Teilen der Bundesstaaten Connecticut, Maine, Massachusetts, New Hampshire, New Jersey, New York, North Carolina, Rhode Island, Vermont und Virginia lag der Schnee mehr als 30 Zentimeter hoch. Tausende Schneepflüge waren zur Räumung der Straßen im Einsatz. Durch die Kältewelle sollen bereits mehr als ein Dutzend Menschen ums Leben gekommen sein.

Die Kältewelle in den USA hat nun auch 212 AUA-Passagieren den Urlaub verdorben. Ihre Maschine, die am Samstag um 9.58 Uhr abgehoben war, musste umkehren, da der Flughafen JFK in New York aufgrund der extremen Witterungsverhältnisse sowie des dadurch entstandenen Chaos die Landung für OS87 abgesagt hatte. Wie AUA-Sprecherin Dagmar Wessendorf der APA erzählte, war man vom JFK-Airport um 11.38 Uhr informiert worden, dass sämtliche Parkpositionen voll wären. Auch Newark hatte keine freien Kapazitäten mehr und aus Washington gab es ebenfalls Absagen. Deshalb setzte der Austrian-Flieger um 15.46 wieder in Wien-Schwechat auf.

Von: APA/ag.