Nachbarn versuchten die Tat zu verhindern

US-Polizisten erschossen gehörlosen Mann

Donnerstag, 21. September 2017 | 16:31 Uhr

Er kam der Aufforderung nicht nach, ein Rohr niederzulegen – daraufhin haben US-Polizisten einen gehörlosen Mann in Oklahoma City erschossen. Die Einsatzkräfte hätten nicht mitbekommen, dass Nachbarn herbeieilten und schrien, der Mann könne die Anweisung nicht hören, sagte Polizeichef Bo Mathews in einer Pressekonferenz. Zeugenaussagen zufolge sollen mindestens sechs Schüsse gefallen sein.

Einer der Polizisten hatte ursprünglich wegen Fahrerflucht in der Gegend ermittelt. Dabei traf er den 35-Jährigen auf der Veranda seines Hauses an. Das spätere Opfer hielt Polizeichef Mathews zufolge eine etwa 60 Zentimeter lange Metallstange in der Hand. Daraufhin forderte der mit einem Elektroschocker ausgestattete Leutnant Verstärkung an. Der herbeigerufene Kollege habe schließlich kurz nach seinem Eintreffen mehrmals auf den Mann geschossen. Das Opfer wurde noch am Tatort für tot erklärt.

Nachbarn zeigten sich der “New York Times” gegenüber bestürzt über den Vorfall. “Es schien, als seien sie nur gekommen, um ihn zu erschießen”, zitierte die Zeitung Anrainer Julio Rayos. “Das passierte so schnell.” Der gehörlose Mann sei bekannt dafür gewesen, bei Spaziergängen immer das Metallrohr bei sich zu getragen, um streunende Hunde zu vertreiben. Die Polizei untersucht den Vorfall.

Von: APA/dpa

Kommentare

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10 Kommentare auf "US-Polizisten erschossen gehörlosen Mann"


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wolke5
wolke5
Superredner
1 Monat 9 Min

und passiert weart in de schiasswietigen Cowboys nix.

enkedu
enkedu
Universalgelehrter
29 Tage 22 h

i wenn des wor a schworzer.

denkbar
denkbar
Universalgelehrter
29 Tage 22 h

@enkedu Nein kein Schwarzer, aber möglicherweise ein Latino dem Namen nach (Madgiel Sanchez).

Tabernakel
29 Tage 21 h

@enkedu

enkedu
enkedu
Universalgelehrter
29 Tage 21 h

@enkedu I wett….

hoasst des!

Eppendorf
Eppendorf
Superredner
29 Tage 22 h

6 Schuss auf einen Mann mit einer Eisenstange zeigt eigentlich, dass es dem Polizisten wirklich nur darum ging, ihn zu töten. Um ihn bewegungsunfähig zu machen, hätte einer gereicht.

giftzwerg
giftzwerg
Superredner
29 Tage 22 h

Des isch die moderne welt.
Do hobn de , de wos die leit schützen sollen , no mehr ongst als die lei selber.
A sea polizist keart lebenslänglich eingesperrt , vielleicht isch es a lehre fur ondra

Staenkerer
29 Tage 19 h

do isch de kriminalität dermoßn ausn ruder glafn das es lei mehr hoaßt: wer schneller reagiert überleb, leider wor des a aktion der angst de an ormen unschuldigen monn getötet hot!
de polizistn dort sein nit zu beneidn, so eppas ober isch unentschultbar u. muaß gstroft wern!

dunkler voter
dunkler voter
Grünschnabel
29 Tage 21 h

Vielleicht sollte mal einer untersuchen unter welchem physischen und psychischen Stress die amerikanischen cops stehen?! Ich kann nicht daran glauben, daß sie zum Spaß Mitbürger abschießen…

denkbar
denkbar
Universalgelehrter
29 Tage 22 h

Wie tragisch und nicht das erste Mal, dass in den USA die cops etwas zu lockere Finger mit ihren Waffen haben.

Laut New York Times hatte die Polizei 911 Anrufe erhalten, die einen Unfall mit Fahrerflucht meldeten. Der Unfallfahrer war der Vater des Getöteten, der allerdings zum Zeitpunkt der Schüsse immer noch im Wagen saß. Immer laut NYT entstand dann eine völlig chaotische Situation deren genauer Tathergang nun geklärt werden muss.

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