Ermittler kontaktieren Behörden in Südtirol

Vater getötet und Leichnam verstümmelt – Mutter lebte in Bozen

Dienstag, 14. Juni 2022 | 10:03 Uhr

Bozen/Sesto San Giovanni – Eine Bluttat, die sich am Sonntag Sesto San Giovanni in Mailand ereignet hat, wirft auch ihren Schatten nach Südtirol. Der 19-jährige Gianluca Loprete hat seinen 57-jährigen Vater Antonio getötet und anschließend dessen Leichnam verstümmelt. Vor einigen Jahren hatte sich der Bankdirektor von seiner Frau getrennt, die ursprünglich aus Ecuador stammt. Sie zog darauf zunächst nach Bozen und anschließend nach Österreich.

Die Carabinieri von Sesto San Giovanni dürften bald die Behörden in Südtirol kontaktieren, um die Frau zur Vernehmung einzuberufen. Die Mutter soll zur Beziehung zwischen Vater und Sohn befragt werden, berichtet die italienische Tageszeitung Alto Adige. Die Ermittler wollen herausfinden, ob es wegen eines bestimmten Grundes zu Spannungen zwischen den beiden gekommen war.

Feststeht, dass der 19-Jährige seit jeher unter psychischen Problemen gelitten hatte, die sich im Lockdown wohl verschlechtert haben. Zudem soll er in den falschen Freundeskreis geraten sein. Die Nachbarn hatten sich mehrmals über den Konsum von Marihuana beschwert.

Der 57-Jährige riskierte hingegen offenbar, langsam in eine Depression abzudriften. Sein Sohn hatte die Schule hingeschmissen und auch er selbst hatte neben der Trennung von seiner Frau einige Schicksalsschläge zu verkraften. Vom Drogenkonsum seines Sohnes hatte er offenbar nichts mitbekommen, obwohl sie beide im selben Haus lebten.

Auch das könnte ein Anzeichen der Entfremdung sein, die zwischen den beiden Einzug gehalten hat, bis es zur Bluttat kam.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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