Das Baby wurde in ein Kinderheim gebracht

Vater wirft in China Baby in den Müll

Montag, 22. Januar 2018 | 15:40 Uhr

Ein Vater hat in China seine neugeborene Tochter in einem Papiersackerl in den Müll geworfen. Das daheim geborene Baby sei gerade mal zwei Stunden alt gewesen, wie die Zeitung “Yunnan Ribao” am Montag berichtete. Eine ältere Frau habe den Säugling gefunden, dessen Lippen und Wangen von der Kälte schon blau angelaufen gewesen seien.

Der Vorfall geschah schon am Montag vor einer Woche. Eine Videokamera habe festgehalten, wie der Vater das Neugeborene in den Müllcontainer gesteckt habe, berichtete das Blatt. So habe er einen Tag später identifiziert und festgenommen werden können. Die Eltern waren demnach unverheiratet und lebten seit mehr als zwei Jahren zusammen. Die Frau sei gut im achten Monat schwanger gewesen, als die Geburt eingesetzt habe. Es sei nicht genug Zeit gewesen, um ins Krankenhaus zu kommen, habe der Mann angegeben.

Die Haut des Neugeborenen sei nach der Geburt leicht grün und lila gewesen, weshalb sie geglaubt hätten, es sei “nicht zu retten gewesen”, schrieb die Zeitung. Der Mann habe das Baby dann in ein Handtuch gewickelt und in das Einkaufssackerl gepackt. Der Vater wurde in Haft genommen, während die Mutter auf Kaution wieder frei kam. Beide sollen vor Gericht gestellt werden, wie das Blatt schrieb. Das Baby wurde in einem Krankenhaus der Stadt untersucht und später in ein Kinderheim gebracht.

Von: APA/dpa