"Dynamisches Infektionsgeschehen" im Bezirk Lienz

Veranstaltungen in Osttirol ab 100 Personen untersagt

Montag, 09. August 2021 | 17:31 Uhr

Das Land Tirol hat wegen eines “dynamischen Infektionsgeschehens” Maßnahmen für Osttirol, also den Bezirk Lienz, gesetzt. Ab Mittwoch werden etwa Veranstaltungen ab 100 Personen bis zum 1. September behördlich untersagt, in den beiden “Hochinzidenzgemeinden” Innervillgraten und Oberlienz bereits ab 50 Personen. Für die beiden letzteren Gemeinden besteht zudem ab Mittwoch bis zum 24. August eine Ausreisetestpflicht.

Die Ausreisetestpflicht gilt nicht für Geimpfte mit Vollimmunisierung sowie Genesene mit einer Covid-Teilimpfung, wurde betont. Zudem wurde eine FFP2-Maskenpflicht bei Veranstaltungen in Osttirol indoor und outdoor sowie etwa auch im Handel verordnet. Für alle Veranstaltungen gilt zudem eine Registrierungspflicht, teilte das Land in einer Aussendung mit. Diese Maßnahmen gelten ebenso ab Mittwoch bis zum 1. September.

Osttirol verzeichnet derzeit eine Sieben-Tages-Inzidenz von 332. Mit den Maßnahmen orientiere sich das Land am Hochinzidenzerlass des Bundes, der für Gebiete ab einer Inzidenz von 300 weitere Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus vorsieht, hieß es. Mit Stand Montagvormittag waren im Bezirk 207 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Pro 100.000 Einwohner ergab dies laut Land einen Wert von 425 aktiv Positiven. Im Lienzer Krankenhaus war die Lage aber sehr stabil: Nur vier Patienten mussten dort behandelt werden, zwei davon auf Intensivstationen. Insgesamt gab es in Tirol vorerst nur drei Covid-Intensivpatienten.

“Wir verzeichnen derzeit hohe Infektionszahlen in Osttirol bei einer vergleichsweise unterdurchschnittlichen Impfquote”, begründete der Leiter des Corona-Einsatzstabes, Elmar Rizzoli, die Vorgangsweise. Vor allem Reiserückkehrer, die nach ihrer Heimkehr positiv getestet werden, sowie “Infektionsketten im Familienverbund sowie in Betrieben” würden die Verantwortlichen vor große Herausforderungen stellen.

Die mit einer Ausreisetestpflicht ab Mittwoch 0.00 Uhr belegten Gemeinden Innervillgraten und Oberlienz würden indes mit 1.205 sowie 685 eine vergleichsweise hohe Sieben-Tages-Inzidenz aufweisen. Die Testverpflichtung gilt – mit Ausnahme der Vollimmunisierten und Genesenen mit einer Teilimpfung – für alle Personen, die sich in den beiden Gemeindegebieten aufgehalten haben und das Gemeindegebiet verlassen wollen – unabhängig von ihrem Wohnsitz und unabhängig davon, wie lange sie sich dort aufgehalten haben. Als Nachweis gilt ein negativer PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist, oder ein negativer Antigen-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist. Ausgenommen von der Testpflicht sind auch Menschen, die etwa auf der Felbertauernstraße nur durch Oberlienz ohne Zwischenstopp durchreisen, um etwa vom hinteren Iseltal nach Lienz zu gelangen.

Von: apa

Kommentare

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14 Kommentare auf "Veranstaltungen in Osttirol ab 100 Personen untersagt"


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Staenkerer
1 Monat 11 Tage

allso zählt man weiterhin de infizierten nit de erkronkten! des werd ins a blühen und somit ändert sich wieder nix!

Missx
Missx
Kinig
1 Monat 11 Tage

@staenkerer
Deine Worte, meine Gedanken.
Man will wohl so Ungeimpfte zum Impfen bewegen

Tantemitzi
Tantemitzi
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

nachdem ja jeder infizierte das Virus verbreiten kann, ist es doch logisch, dass man die Infizierten zählt! Jeder Infizierte kann zu mehreren “Erkrankten” führen! ist halt leider so!

Staenkerer
1 Monat 11 Tage

@Tantemitzi wenn se selber glabn wos se ins vorerzähln nor kennen jo 60% nimmer schwar erkronkn und do de impfwilligkeit ohnscheinend wieder steig, werns jo ständig wienige de es erwischen konn, warum nor decht no ongst vor de infizierten?
de wern mit den saftl no long nit wieniger!

ghostbiker
ghostbiker
Superredner
1 Monat 11 Tage

So a Kas Geimpfte net testn.wos passiert in Israel olleweil wo soviele Geimpft sein?

info
info
Superredner
1 Monat 11 Tage

Israel ist inzwischen zum online-Helden geworden, doch auch wenn dieses Land eines der ersten war, das zu einer genügenden Anzahl an “westlichen” Impfstoffen kam, liegt die Quote an vollständig Geimpften bei 62,2%, was mehr ist, als hier, aber auch nicht gerade berauschend viel.
Trotzdem gebe ich ghostbiker recht, Testen für alle wäre sinnvoller.

nemesis
nemesis
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

Restriktionen im hl. Österreich, nicht im bösen Italien? Unfassbar!

Tantemitzi
Tantemitzi
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

nemesis ich kann es auch kaum fassen!

el_tirolos
el_tirolos
Tratscher
1 Monat 11 Tage

Der richtige Weg, Ausbrüche bereits im Keim ersticken!

primetime
primetime
Kinig
1 Monat 11 Tage

Dann hört eine Pandemie eigentlich nie auf…

Missx
Missx
Kinig
1 Monat 11 Tage
primetime
primetime
Kinig
1 Monat 10 Tage

Diese Todesfälle werden “geduldet” und es ist nicht verwerflich wenn man von Kollateralschäden schreibt bzw diesen Tod akzeptiert. Umgekehrt hingegen wird man gesteinigt.
Naja was solls….

charlybrown
charlybrown
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

Wenn man in Osttirol nicht richtig feiern darf, dann können sie ja alle nach Südtirol kommen. Dort gibt es tolle Feste, z.B. das Countryfest in Prad u. a. Die Südtiroler lassen sich diese Feste nicht vermiesen. Und wenn die Infektionen dann wieder zunehmen, werden alle geimpft oder die Schulen geschlossen.

Lausbuam20
Lausbuam20
Tratscher
1 Monat 11 Tage

Veranstaltungen in Pandemiezeiten sind überhaupt nicht empfehlenswert. Auch nicht mit 3G, schliesslich können alle das Virus weitergeben und sich infizieren. Vor den Geimpften muss man sich dann ja am Meisten in Acht nehmen, die kennen keine AHAs mehr. Logisch triffts die Nichtgeimpften dann mehr, aber nicht ausschliesslich.

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