Soldaten bringen Geräte, die bei der Suche helfen sollen

Vermisste Kinder in Höhle – Einsatzbasis eingerichtet

Sonntag, 01. Juli 2018 | 11:25 Uhr

Bei der Suche nach einer Buben-Fußballmannschaft in einer Höhle in Thailand haben eine Wetterbesserung und die Einrichtung eines Einsatzstützpunktes im Höhleninneren die Hoffnung auf eine Rettung der Vermissten genährt. Der Stützpunkt sei tief im Inneren der Tham-Luang-Höhle in einem Durchgang eingerichtet worden, teilten Einsatzkräfte am Sonntag mit.

Sie brachten Sauerstofftanks und Scheinwerfer in die Höhle. “Was wir heute machen müssen, ist schnell zu den Kindern zu gelangen”, sagte der Kommandant der an der Rettungsaktion beteiligten Marineeinheit, Apakorn Yookongkaew, vor Journalisten. “Wir werden nicht ruhen, bis wir sie gefunden haben.”

Die zwölf Fußballspieler im Alter zwischen elf und 16 Jahren und ihr 25-jähriger Trainer werden bereits seit Samstag vergangener Woche vermisst. In den vergangenen Tagen hatten die anhaltenden Monsunregen die Suche in der überfluteten Höhle erschwert. Am Sonntag hörte es jedoch auf zu regnen.

“Ich bin heute froh, wie ich es lange nicht mehr war”, sagte der Cheftrainer der Fußballmannschaft, Nopparat Khanthavong,. Es gebe “viele positive Anzeichen” für die Rettung seines Teams. Auch die Angehörigen der Fußballer fühlten sich nun deutlich besser.

Die Tham-Luang-Höhle in der Nähe der Grenze zu Myanmar und Laos ist etwa zehn Kilometer lang und sehr verwinkelt. Da das Wasser, mit dem sie überflutet wurde, sehr schlammig ist, kamen die eingesetzten Höhlentaucher nur langsam voran. Die Einsatzkräfte versuchen zusätzlich, einen Rettungsschacht in die Höhle zu bohren.

Die Fußballmannschaft und ihre Trainer werden in einer Luftkammer im Inneren der Höhle vermutet, die Pattaya Beach genannt wird. Der nun eingerichtete Einsatzstützpunkt im Höhleninneren soll nicht nur bei der Rettung der Vermissten, sondern auch bei ihrer Versorgung unmittelbar danach helfen.

An der Suchaktion in der Provinz Chiang Rai sind etwa tausend thailändische Einsatzkräfte beteiligt. Außerdem beteiligen sich mehr als 30 US-Soldaten sowie Experten aus Großbritannien, Australien, Japan und China. Die Suche nach dem Fußballteam beherrscht seit Tagen die Schlagzeilen in Thailand, Ministerpräsident Prayut Chan-O-Cha machte sich am Freitag an Ort und Stelle ein Bild von der Lage.

Von: APA/ag.

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