Tagung und Veranstaltungen zum Welttag der Suizidprävention

„Vertrauen ist grundlegend in der Suizidprävention“

Montag, 29. August 2022 | 09:10 Uhr

Bozen – „Vertrauen aufbauen – eine grundlegende Voraussetzung in der Suizidprävention“: Das ist das Thema der Fachtagung, zu welcher das Netzwerk Suizidprävention heuer am 9. September, am Vortag des Welttages der Suizidprävention, Interessierte und Fachleute in das Bozner Pastoralzentrum einlädt.

„Gerade für Menschen in Krisensituationen ist es wichtig, sich anderen anzuvertrauen und Hilfe zu suchen, bevor alles noch schlimmer wird, sich Suizidgedanken einschleichen und auch Suizidversuche gemacht werden. Deshalb ist es notwendig, dieses Vertrauen aufzubauen: in Institutionen, Diensten und in der Gesellschaft im Allgemeinen“, sagt Guido Osthoff, Vertreter der Caritas im Netzwerk Suizidprävention und Moderator der Tagung, die eben zu diesem Thema am Freitag, den 9. September von 9.00 bis 13.00 Uhr im Bozner Pastoralzentrum stattfindet. Ingeborg Leitner, die stellvertretende ärztliche Leiterin im Kriseninterventionszentrum Wien wird dabei zum Thema „Suizidalität: Krise des Vertrauens. Die Bedeutung der vertrauensvollen helfenden Beziehung für die Suizidprävention“ referieren. Dr. Roberto Merli, Leiter der Psychiatrie im Sanitätsbetrieb Biella indes wird in italienischer Sprache über „Die Suizidprävention: vom zwischenmenschlichen Vertrauen hin zum Aufbau eines Netzes zwischen den Diensten“ sprechen. Anschließend können sich die Teilnehmer an der Tagung bei einem Runden Tisch mit lokalen Fachleuten einbringen.

Wer Interesse an der Tagung hat, kann sich unter suizidpraevention@caritas.bz.it anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos und wird simultan übersetzt. Auch wird die Tagung über Internet übertragen.

Rahmenprogramm

Rund um den Welttag der Suizidprävention und der dafür stattfindenden Tagung hat das Netzwerk Suizidprävention heuer auch ein kulturelles Rahmenprogramm zusammengestellt. Am Donnerstag, 8. September findet um 20.00 Uhr im Stadttheater Gries das interaktive Theaterkabarett „Das Stück vom Glück“ mit Eva-Maria Admiral (Burgtheater Wien, Salzburger Festspiele) statt. Am Dienstag, 20. September, bringt Stefano Santomauro die „Happy days“ um 20 Uhr in der Aula Magna der Pascoli-Schule in Bozen auf die Bühne. „Auch so kann man das Thema Suizidprävention angehen, humorvoll und reflektiert“, lädt das Netzwerk Suizidprävention auch hier zur Teilnahme ein. Beide Veranstaltungen sind kostenfrei zugänglich.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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8 Kommentare auf "„Vertrauen ist grundlegend in der Suizidprävention“"


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WeHaveAProblem
WeHaveAProblem
Superredner
1 Monat 4 Tage

Dieses Tabuthema muss ganz dringend mehr in den gesellschaftlichen Fokus rücken!

Faktenchecker
1 Monat 4 Tage

SN will das nicht.

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 4 Tage

Wehav….und andererseits Egoismus predigen!Das Vertrauen ist Vielen abhanden gekommen weil nicht geholfen wurde!!!Scheinheilig- u.korrupt -heit Sind an der Tagesordnung.Ändert erst mal das!

WeHaveAProblem
WeHaveAProblem
Superredner
1 Monat 4 Tage
@Sag mal Ich predige von Egoismus? Wo denn? Die Menschlichkeit wurde nicht nur den Erwachsenen, sondern – oder soll ich sagen vor allem – den Kindern in Coronazeiten abgewöhnt. Es wurden Menschen verletzt liegen gelassen weil man Angst vor der Mund-zu-Mund-Beatmung hatte, man wollte sich schließlich kein Covid einfangen! Oder erinnerst du dich an den Fall zurück, wo ein Junge ohne Hilfe mit seinem bewusstlosen Vater auf dem Berg zurückgelassen wurde, weil eigentlich Lockdown war? Kein Wunder, dass so viele Menschen mit ihren Sorgen und Ängsten alleine gelassen wurden. Es wäre wünschenswert, wenn diesesThema endlich mehr an die Öffentlichkeit gelangen… Weiterlesen »
Trina1
Trina1
Kinig
1 Monat 4 Tage

@WeHaveAProblem es ist nicht nur Corona an der Gleichgültigkeit schuld! Viele Menschen sind abgestumpft und es interessiert der Nächste nicht!

Selbstbewertung
Selbstbewertung
Superredner
1 Monat 4 Tage

Allem voran: Es ist gut, dass wir darüber reden. Ich wünsche mir aber auch von den s.g. Experten mehr Bescheidenheit im Umgang mit diesem Thema. Oft wird da mehr die persönliche Meinung verkündet als empirische Daten. Das soll man dann stets auch als eigene Meinung kennzeichnen. Das vermisse ich häufig bei solchen Themen. Was wissen wir (leider recht wenig), was vermuten wir (deutlich mehr) und was glauben wir (zumeist sehr viel).

FrauLilli
FrauLilli
Neuling
1 Monat 4 Tage

Ich vermisse so sehr die Taten von den Psychologen,immer wieder hört man es bräuchte mehr Geld,mehr Sensibilität,all diese Reden nützen einen Suizid gefährdeten gar nix.Ein Beispiel,brengt jede Woche einmal in den Printmedien Tipps ,lasst Betroffene reden,erzählt wie man sich aus einen Tief wieder hoch rappeln kann, an wen man sich wenden kann usw.Ihr müsst mehr present sein und Anregungen bringen

Faktenchecker
1 Monat 4 Tage

SN macht das zum Tabuthema.

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