Personen in Not mitten im See

Video zeigt dramatische Rettungsaktion am Pragser Wildsee

Dienstag, 19. April 2022 | 09:37 Uhr

Prags – Die Eisfläche am Pragser Wildsee ist nicht mehr tragfähig. Das hat sich am Ostersonntag und am Ostermontag gezeigt, als mehrere Urlauber eingebrochen sind und Unterkühlungen erlitten haben. Auch eine Familie mit einem erst wenige Monate alten Kind brach durch das Eis und musste in einer aufwendigen Rettungsaktion geborgen werden. Mutter und Kind wurden im Anschluss aufgrund sehr starker Unterkühlungen in die Uni-Klinik nach Innsbruck geflogen. Von dort kommen indes gute Nachrichten: Dem Kleinkind soll es inzwischen wieder besser gehen.

Die Feuerwehren mahnen dringend dazu, die Eisfläche am Pragser Wildsee nicht zu betreten. An manchen Stellen sei das Eis nur mehr sehr dünn und werde aufgrund der warmen Außentemperaturen brüchig.

Mit einem Video auf Facebook verdeutlicht der Landesfeuerwehrverband die aktuelle Gefahr am See. Daraus geht hervor, dass eine zeitnahe Rettung derzeit nur via Hubschrauber möglich ist, da die in Not geratenen Personen nicht von Einsatzkräfte über das Eis erreicht werden können.

Die Feuerwehr schreibt: “Private Videoaufnahmen der Eisrettung am Pragser Wildsee, mit denen wir nochmals auf die große Gefahr von brüchigen Eisflächen hinweisen möchten! Herzlichen Dank an alle beteiligten Einsatzkräfte für eure großartige Leistung!”

18.04.22 – Private Videoaufnahmen der Eisrettung am Pragser Wildsee, mit denen wir nochmals auf die große Gefahr von brüchigen Eisflächen hinweisen möchten! Herzlichen Dank an alle beteiligten Einsatzkräfte für eure großartige Leistung! ❤️👏 Video privato dell'intervento di salvataggio al Lago di Braies, con il quale vogliamo sottolineare ancora una volta il grande pericolo delle superfici ghiacciate fragili! Grazie di cuore a tutti i soccorritori impegnati! 🎥 Alessandro Adu Bazzana

Posted by Landesfeuerwehrverband Südtirol on Monday, April 18, 2022

 

“Pragser Wildsee: Eigenverantwortung muss eingefordert werden” 

Nach Vorfällen am Pragser Wildsee und den teils gefährlichen Rettungsmaßnahmen fordert die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair Konsequenzen daraus zu ziehen. Eigenverantwortung müsse von jedem Erwachsenen eingefordert werden. Für die Folgen und Kosten der Handlungen müssen sie geradestehen.

„Es sollte außer Zweifel stehen, dass jeder erwachsene Mensch ein Mindestmaß an eigenverantwortlichem Handeln an den Tag legt und dafür entsprechend die Verantwortung übernimmt. Dies ist die Grundvoraussetzung für das zwischenmenschliche Zusammenleben und eine funktionierende Gesellschaft. Das Gegenteil davon ist Ignoranz, wie sie in den vergangenen Tagen am Pragser Wildsee zu beobachten war und wie sie treffend vom Feuerwehrmann Peter Hellweger beschrieben wurde“, hält Ulli Mair fest.

„Trotz Warnhinweisen, der Präsenz von Sicherheitskräften und der Feuerwehr brachten die Touristen, welche sich auf das dünne Eis begaben und schlussendlich im See eingebrochen sind, nicht nur sich wissentlich in höchste Gefahr, sondern auch ihre Retter“, kritisiert Mair. „In diesen Fällen müssen die Verursacher für ihr Handeln geradestehen und zur Verantwortung gezogen werden. Leichtfertiges Handeln, das trotz Warnungen andere in Gefahr bringt, gehört im Sinne der Eigenverantwortung entsprechend sanktioniert“, unterstreicht die freiheitliche Landtagsabgeordnete. „In den vergangenen Jahren hat sich zudem eine Mentalität eingeschlichen, wonach immer alle anderen Schuld sind, nur man selbst nie. Hier liegt nicht nur ein Erziehungsproblem vor, sondern auch mangelndes Bewusstsein über die Konsequenzen des Handelns“, unterstreicht Ulli Mair.

„Allen freiwilligen Helfern und Einsatzkräften gebührt ein Dank für ihren Einsatz an den Osterfeiertagen, die sie bestimmt lieber im Kreis der Familie verbracht hätten“, hält Ulli Mair abschließend fest.

Von: luk

Bezirk: Pustertal

Kommentare

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13 Kommentare auf "Video zeigt dramatische Rettungsaktion am Pragser Wildsee"


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Lisa007
Lisa007
Tratscher
1 Monat 8 Tage

Massentourismus wird immer mehr zum Problem !!!

eineins
eineins
Tratscher
1 Monat 8 Tage

Des hot nix mit massen Turismus zi tian des isch longsom Massenverblödung wia konn man im April bei de Temperaturen af an See aui gian🤦 i glab zem brauchts kuan Studium um zu wissen das sell gefärlich isch isch, und noa a Kind dabei

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 8 Tage

@einseins Klar hat es was mit der Masse zu tun. Bei gleichbleibendem Blödheitslevel gilt: Je mehr Leute kommen, deswo wahrscheinlicher ist, dass auch Volltrottel in der Gruppe sind.

Damit will ich jetzt nicht sagen, dass die Leute NICHT verblöden, aber je mehr kommen, desto mehr Trottel haben wir hier.

Ginge es hingegen nur um die Massenverblödung, würden auch mehr Einheimische im Wasser landen.

bon jour
bon jour
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

Idiotentourismus

Sextenersonnenuhr
1 Monat 8 Tage

Die Kosten solcher unnötigen Rettungseinsätze (da sie im Unverstand und Ignoranz selbst herbei geführt wurden) sollten 1:1 auf die Verursacher übertragen werden.

Hausdetektiv
Hausdetektiv
Superredner
1 Monat 8 Tage

heisst es nicht auf eigene gefahr?

Storch24
Storch24
Kinig
1 Monat 8 Tage

Ja auf eigene Gefahr . Gerettet sollte man sie trotzdem.
Wie es heute hieß, dauert ein Flugeinsatz mindestens 35 Minuten. Die Minute kostet 140 €.
Das wird ein teurer Urlaub.

gutergeist
gutergeist
Tratscher
1 Monat 8 Tage

Großen Dank unseren Rettungsdiensten. Was wäre Südtirol ohne sie! Und warum müssen überhaupt Warnschilder, Warnposten, und so weiter, von öffentlichem, unserem Geld aufgestellt und organisiert werden? Eigenverantwortung, selbst Schuld wer Gefahren nicht erkennt. Leider ist es zur Normalität geworden, immer und überall Schuldige zu suchen um abzukassieren.

Storch24
Storch24
Kinig
1 Monat 8 Tage

Wenn Ulli Mair von Ignoranz der Menschen spricht ist das ok, wenn ICH das schreibe , wird das nicht öffentlich gemacht. 😏
Aber sie hat vollkommen recht. Der Menschheit ist nicht mehr zu helfen. Hauptsache es gilt das ich und was mir gefällt ist wichtig und richtig.

Grantelbart
Grantelbart
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

Dramatisch ist höchstens so viel Unbedachtheit, überall stehen Schilder dass das Eis nicht zu betreten ist und noch während der Hubschrauber im Einsatz ist spazieren die Touristen munter weiter aufs Eis. 

ebbi
ebbi
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

Nur gut, dass wir gut ausgebildete Retter und das dazu notwendige Material und Ausrüstung haben, um solche Menschen zu retten.

Stadtla
Stadtla
Grünschnabel
1 Monat 7 Tage

Knapp am Darwin Award vorbei…

Sun
Sun
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

Dieses Video neigt berechtigt zum Kopfschütteln, wenn es nicht so todernst wäre, müsste man schmunzeln.

Sun
Sun
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

Dieses Video neigt berechtigt zum Kopfschütteln, wenn es nicht so todernst wäre, müsste man schmunzeln.

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