Auto wurde von Zug erfasst

Vierjähriger in Tirol von Zug erfasst und getötet

Mittwoch, 03. August 2022 | 22:19 Uhr

An einem beschrankten Bahnübergang in St. Johann in Tirol (Bezirk Kitzbühel) ist Mittwochnachmittag ein Auto von einem herannahenden Zug erfasst worden. Dabei kam ein vierjähriger Bub aus Saudi-Arabien ums Leben. Er verstarb noch an Ort und Stelle, sagte ein Polizeisprecher am Abend zur APA. Der 35-jährige Vater des Kindes wurde ebenfalls vom Zug erfasst und schwer verletzt. Die ebenfalls mitreisende Mutter sowie zwei weitere Kinder der Familie blieben unverletzt.

Zu dem tödlichen Zusammenstoß war es gegen 17.00 Uhr an der sogenannten Egger-Kreuzung gekommen. Nach bisherigem Erhebungsstand dürfte sich ein Stau zur Straße hinaus gebildet haben, wie es dort öfter vorkomme, so die Polizei. Dabei soll der 35-Jährige als Lenker des Wagens nicht vor dem Bahnübergang gehalten haben, sondern auf die Gleise gefahren sein, worauf sich die Schranken schlossen. Dies würden auch Zeugenaussagen bestätigen.

Die Mutter sowie die beiden ebenfalls unverletzten Kinder konnten sich noch in Sicherheit bringen, nachdem sie durch Schreie von Zeugen gewarnt worden waren. Vater und Sohn waren ebenfalls gerade aus dem Auto gestiegen, wurden jedoch von einem Regionalzug mit 62 Passagieren erfasst, der nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte. Der Zug befand sich auf dem Weg von Kitzbühel nach St. Johann. Der schwer verletzte Vater wurde in das Krankenhaus St. Johann eingeliefert.

Alle Passagiere blieben laut ÖBB unverletzt. Sie wurden evakuiert und mit Bussen weitertransportiert.

Von: apa

Kommentare

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2 Kommentare auf "Vierjähriger in Tirol von Zug erfasst und getötet"


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Faktenchecker
14 Tage 5 h

Ich denke es war das Auto in dem der 4-jährige saß?

“Vierjähriger in Tirol von Zug erfasst und getötet”

factsarefacts
13 Tage 18 h

Sehr tragischer Vorfall, mein Beileid den Angehörigen. Ich kenne zwar die genauen Umstände nicht, jedoch findet man im Internet viele Videos über genau solche Vorfälle: Autos die zwischen den Schranken stehen bleiben und eingesperrt werden. Was viele nicht wissen: die Schranken sind keine Betonwände, sondern haben Sollbruchstellen und sind dafür gemacht in genau solchen Situation nachzugeben. Das Beste ist also: Keine Zeit verschwenden, gasgeben und durchfahren! Die Schranken fallen runter und das Signal für den Zug schaltet automatisch auf Rot, sodass dieser frühzeitig abbremsen kann.

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