Machbarkeit für die Sputnik-V-Produktion in Österreich wird geprüft

Vorgespräche für mögliche Sputnik-V-Produktion in Österreich

Mittwoch, 31. März 2021 | 10:00 Uhr

Der Mediziner Michael Smola will seine Kontakte zur russischen Firma Binnopharm nutzen und eine Produktion des Covid-19-Vakzins Sputnik-V nach Österreich bringen. Er bestätigte auf Nachfrage einen entsprechenden Artikel der “Kleinen Zeitung” (Mittwoch-Ausgabe), wonach erste Vorgespräche geführt werden. Als Standorte kämen nicht nur zwei mögliche Pharmafirmen im Großraum Graz, sondern Standorte in anderen Bundesländern und in Deutschland in Frage.

Momentan würde die Machbarkeit geprüft, sagte Smola. Voraussetzung sei natürlich auch, dass der Impfstoff in der EU zugelassen wird. Smola ist Spitalsmanager und Professor für Innovation und Forschung an der Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien. Er gilt als in Osteuropa bestens vernetzt. Er leitete bis 2012 ein Vamed-Spital der Nazarbayev University in Kasachstan. Zudem pflegt er Kontakte zu Binnopharm in Selenograd im Nordosten von Moskau. Sie ist eine von vier Hauptproduzenten des russischen Covid-19-Vakzins. “Wir bemühen uns darum, sowohl den Impfstoff als auch die Impfstoffproduktion und eine Forschungskooperation nach Österreich zu bringen”, so der Medizinprofessor.

Welche Pharmafirmen als Kooperationspartner in Österreich in Frage kommen, werde vorerst noch nicht gesagt. Die Unternehmen wollen noch nicht öffentlich genannt werden. Bis es allerdings überhaupt so weit sein kann, werden wohl noch Monate vergehen. Smola zufolge sei die russische Medizin hochstehend: “Das weiß man hierzulande leider kaum.” Vor allem die Universitäten in Moskau und St. Petersburg seien sehr anerkannt, schwärmte er. Eine mögliche Forschungskooperation hält der Österreicher daher für erstrebenswert.

Smola wünscht sich, dass Sputnik-V auch schon bald in Österreich verimpft wird – so wie in weltweit schon rund 50 anderen Ländern. Der Wirkungsgrad des russischen Vakzins wird mit rund 92 Prozent angegeben.

Von: apa