Italienische Behörden haben die "Iuventa" 2017 aus dem Verkehr gezogen

Vorverhandlung gegen zivile Seenotretter in Italien startet

Samstag, 21. Mai 2022 | 05:03 Uhr

21 Freiwillige und drei Hilfsorganisationen aus der zivilen Seenotrettung stehen an diesem Samstag auf der italienischen Insel Sizilien vor Gericht. Die vier deutschen Crewmitglieder des Seenotretterschiffs “Iuventa” müssen sich am Vormittag (10.30 Uhr) in Trapani wegen Beihilfe zur illegalen Einreise von Migranten nach Italien verantworten.

In der Vorverhandlung wird zunächst entschieden, ob es zu einem Prozess gegen die Männer und Frauen kommt. Dem Anwalt der beklagten Deutschen zufolge könnte das Monate dauern. Wird der Prozess zugelassen, drohen den Freiwilligen bis zu 20 Jahre Haft.

Das Team der “Iuventa” operierte zwischen 2016 und 2017 im zentralen Mittelmeer, um in Seenot geratene Migranten und Flüchtende zu retten, die auf dem Weg von Nordafrika in die EU waren. Den Mitgliedern wird vorgeworfen, mit Schleppern zusammengearbeitet zu haben. Sie bestreiten dies vehement. Im August 2017 beschlagnahmten die Behörden das Schiff. Es liegt seitdem ungenutzt in Sizilien.

Die Organisationen beklagen eine Kriminalisierung der Helfer und fürchten, dass die zivile Seenotrettung Schaden nehmen könnte. In Italien werden die Rettungsmissionen der verschiedenen Organisationen im Mittelmeer seit Jahren kritisiert. Vor allem rechte Parteien wettern gegen die Einsätze, weil in Italien ein Großteil der Migranten vom Mittelmeer ankommt.

Von: APA/dpa

Kommentare

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37 Kommentare auf "Vorverhandlung gegen zivile Seenotretter in Italien startet"


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N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 4 Tage

Salvinis Nachwehen!
Wars ein Junge oder ein Mädchen?
Es war Populismus und dafür gehöhrte Salvini vor Gericht, wrnns denn eun Gesetz dagegen gäbe!

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 4 Tage

Nur Dislikes beweisen wie verschroben und politisch unterentwickelte Südtiroler wir doch haben!

Plusminus
Plusminus
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

Die Nachwehen dieser Seenotretter haben wir seit Jahren in Bozen sitzen. Auch wenn ich kein Salvini Fan bin, aber die Leute ins Land bringen und dann werden die Europäer sie schon durchfüttern/finanzieren, ist halt auch keine Lösung. J

primetime
primetime
Kinig
1 Monat 4 Tage

Populismus ist nicht strafbar, illegale Einwanderung jedoch schon

falschauer
1 Monat 4 Tage

@primetime

populismus ist moralisch verwerflich, seenotrettung nicht

falschauer
1 Monat 4 Tage

@primetime

seenotrettung allgemein mit illegaler einwanderung in zusammenhang zu bringen ist auch nicht korrekt

Donmclean
Donmclean
Tratscher
1 Monat 4 Tage

@N. G. olls wos net Deine Meinung isch, isch unterentwickelt, dumm, folsch…

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 4 Tage

@Plusminus Das ist Salvini PUR, was du von dir gibst!

primetime
primetime
Kinig
1 Monat 4 Tage

@falschauer Es ist insofern in Zusammenhang zu bringen denn die werden in lybischen Gewässer “gerettet” und nach Italien gebraucht. Laut Serrecht (oder war es ein anderes?) muss der nächst sichere Hafen angefahren werden – nicht Malta oder Italien

Staenkerer
1 Monat 3 Tage

@falschauer “seenotrettung” hoaßt sowohl wörtlich als a in übertrogenen sinn: “aus der not in de menschen auf see gerotn sein zu rettn” und des isch ohne wenn und aber zu befürwortn!
oder “aus a not rettn” es hoaßt für de retter nit sie noch der rettung dort hinzubringen wo se hin welln um dort auf kostn onderer zu lebn!

Donmclean
Donmclean
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Wenn es de NET gebn tat, warn mehr Menschenlebn gerettet

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 4 Tage

Also rettet man Leben indem man Menschen um Mittelmeer ertrinken lässt?

Hustinettenbaer
1 Monat 4 Tage

Genau. So wird ein Schuh draus. Wenn man die Rettungshelis, -fahrzeuge abschafft, trauen sich weniger Leute auf die Straßen und Berge. Dann sterben auch weniger.

Donmclean
Donmclean
Tratscher
1 Monat 4 Tage

@N. G. wia Italiane gezoag hot, wenn man Hafen zuatuat, starten sie gor nimmer

Donmclean
Donmclean
Tratscher
1 Monat 4 Tage

@Hustinettenbaer sein jetzt mehr Toate im Mittelmeer oder wenn mir die Hafen zuagetun hobn?

Hustinettenbaer
1 Monat 4 Tage

@Donmclean
Ich würde gern die Weisheit mit den Löffeln fressen. Aber ich finde keinen Napf.
Geht es um Häfen, Wahlen oder Menschenleben ?

Donmclean
Donmclean
Tratscher
1 Monat 3 Tage

@Hustl; gonz oanfoache, wenn die NGO nimmer Taxi gspielt hobn sein die über die Spanische Grenze. Klingelts jetzt ba Dir?

Hustinettenbaer
1 Monat 3 Tage

@Donmclean
Die Schlepper betreiben die Sklaven-Taxen für Drogenkuriere und Schwarzarbeiter.
Klingelt da was ?

Donmclean
Donmclean
Tratscher
1 Monat 2 Tage

@Hustinettenbaer also sein die NGO kriminelle Organisationen. Fein dass mir ins do einig sein.

Hustinettenbaer
1 Monat 2 Tage

@Donmclean
Ach, das ist mir neu. Die Schlepper-Kunden haben auch Schulden bei den Seenotrettern ? Dafür schwarzarbeiten, dealen, der Prostitution nachgehen, klauen… ?
Her mit den Fakten.

der echte Aaron
der echte Aaron
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Wenn die afrikanische Küsten näher war wie die Italienische und sie sie dennoch nach Italien brachten, dann sind es Schlepper. Meine Meinung nach.

primetime
primetime
Kinig
1 Monat 3 Tage

So steht es im Seerecht

alex1992
alex1992
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Ich würde den Gutmenschen anraten einige Fakten vom Fall anzulesen, wo klar hervorgeht dass das alles andere als Menschenretter waren, sondern eine Bildung von einer kriminellen Vereinigung.
Solche Artikel hatten sogar die Linksgerichteten Zeitungen rechachiert

Savonarola
1 Monat 4 Tage

sie gehören auch für Beihilfe zum Selbstmord verurteilt

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

…. diese Seenotretter suchen aber nur in Italien nach “sicheren” Häfen, nie im nahen Tunis … aus der Seenot retten, wer sich absichtlich in Seenot begibt? Es sind keine Lybier, es sind Zentralafrikaner, Südostasiaten, aus dem Nahen Osten, es sind Wirtschaftsflüchtlinge…

Staenkerer
1 Monat 3 Tage

a gonz simples beispiel: wenn i auf irgend an berg im vinschgau (unverletzt) in “bergnot” gerot werdn mi de bergrettungleute oder der hubschrauber a zur nächsten hütte oder zum nächdtgelegenen ort bringen, ba verletzung zum nächstgelegenen kronknhaus bringen und nit, lei weil i es will, mi ins eisocktol fohrn oder fliegn oder in de schweiz oder noch österrich weil i sem hin will!

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

… es ist schon recht merkwürdig, dass die Seenotretter im recht grossen Mittelmeer immer zur Stelle sind… dass es da keine Absprachen gibt, ist recht merkwürdig… und da wir nicht in Russland oder China sind, wird es dementsprechend auch fundierte Hinweise geben, sonst würde die Staatsanwaltschaft keinen Prozess anstreben…

Staenkerer
1 Monat 3 Tage

jo, des wor schun mehr wie auffällig! es isch guat das domols de soche eingstellt wurde und gründlich durchleuchtet wurde, den wenn sich jeder verdocht zerschlogn hat, kam es jetz nit zum prozess!

traktor
traktor
Kinig
1 Monat 3 Tage

wahnsinn wie wir verarscht werden….
die sollen für den unterhalt für jeden mach europa geschleppten aufkommen!
mit ihrem privatvermögen…

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Italienische Behörden haben die "Iuventa" 2017 aus dem Verkehr gezogen

Vorverhandlung gegen zivile Seenotretter in Italien startet

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21 Freiwillige und drei Hilfsorganisationen aus der zivilen Seenotrettung stehen an diesem Samstag auf der italienischen Insel Sizilien vor Gericht. Die vier deutschen Crewmitglieder des Seenotretterschiffs “Iuventa” müssen sich am Vormittag (10.30 Uhr) in Trapani wegen Beihilfe zur illegalen Einreise von Migranten nach Italien verantworten.

In der Vorverhandlung wird zunächst entschieden, ob es zu einem Prozess gegen die Männer und Frauen kommt. Dem Anwalt der beklagten Deutschen zufolge könnte das Monate dauern. Wird der Prozess zugelassen, drohen den Freiwilligen bis zu 20 Jahre Haft.

Das Team der “Iuventa” operierte zwischen 2016 und 2017 im zentralen Mittelmeer, um in Seenot geratene Migranten und Flüchtende zu retten, die auf dem Weg von Nordafrika in die EU waren. Den Mitgliedern wird vorgeworfen, mit Schleppern zusammengearbeitet zu haben. Sie bestreiten dies vehement. Im August 2017 beschlagnahmten die Behörden das Schiff. Es liegt seitdem ungenutzt in Sizilien.

Die Organisationen beklagen eine Kriminalisierung der Helfer und fürchten, dass die zivile Seenotrettung Schaden nehmen könnte. In Italien werden die Rettungsmissionen der verschiedenen Organisationen im Mittelmeer seit Jahren kritisiert. Vor allem rechte Parteien wettern gegen die Einsätze, weil in Italien ein Großteil der Migranten vom Mittelmeer ankommt.

Von: APA/dpa

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shanti
shanti
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Alle verurteilen

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