Ausgebrannte Autos im Umland von Marseille

Waldbrände in Frankreich und Portugal unter Kontrolle

Freitag, 12. August 2016 | 16:51 Uhr

Im Kampf gegen die verheerenden Waldbrände in Portugal und Südfrankreich haben die Einsatzkräfte in beiden Ländern zunehmend an Boden gewonnen. Aufgrund der günstigen Wetterbedingungen seien in der Nacht auf Freitag Fortschritte erzielt worden, teilte der portugiesische Zivilschutz mit. Die Zahl der seit Tagen wütenden Großbrände im Norden des Landes habe sich landesweit auf sechs halbiert.

Fast 1.400 Feuerwehrleute waren weiterhin im Einsatz. Unterstützung erhielten die portugiesischen Behörden durch Löschflugzeuge aus Italien, Spanien und Marokko. Am Wochenende sollen außerdem zwei russische Flugzeuge in Portugal eintreffen. Auf Madeira, wo in der Nacht auf Mittwoch drei Menschen in ihren brennenden Häusern gestorben waren, kämpfte die Feuerwehr weiterhin gegen einen Brand im Westen der Insel. Wohngebiete waren jedoch nicht mehr in Gefahr.

In Südfrankreich brachte die Feuerwehr am Donnerstagabend einen Waldbrand vor den Toren von Marseille unter Kontrolle. Mehr als 3.300 Hektar Land wurden im Umland der Großstadt verwüstet und sieben Menschen verletzt, einer von ihnen schwer, wie die Behörden mitteilten. Drei Wohnhäuser, ein Restaurant und eine Autowerkstatt wurden zerstört und 17 weitere Häuser beschädigt. Die Feuerwehr bekämpfte am Freitag noch einzelne Glutnester.

Am stärksten hatten die Brände in der Stadt Vitrolles rund 30 Kilometer nördlich von Marseille und nahe dem Industriehafen von Fos-sur-Mer gewütet. Ein Waldbrand in Perpignan im Südwesten Frankreichs wurde ebenfalls gelöscht. Nach Angaben von Präsident Francois Hollande wurden einige der Feuer absichtlich gelegt. In Vitrolles wurde ein Verdächtiger festgenommen.

Auch in der Region Galicien im Nordwesten Spaniens gingen die Behörden dem Verdacht von Brandstiftung nach. In den vergangenen fünf Tagen zerstörten dort 15 Großbrände insgesamt 5.700 Hektar Land. Am Freitag waren noch fünf von ihnen außer Kontrolle. Drei Brände bedrohten Wohngebiete. Auch der von einem deutschen Aussteiger verursache Großbrand auf der Kanareninsel La Palma loderte weiter. Seit dem 3. August fielen den Flammen laut Behördenangaben 4.800 Hektar Pinienwald zum Opfer.

Von: APA/dpa/ag.

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