Einsatzkräfte hoffen auf Wetteränderung

Waldbrände in Portugal und Spanien weiter angefacht

Donnerstag, 08. September 2016 | 18:30 Uhr

Die sengende Hitze hat die Waldbrände in Spanien und Portugal weiter angefacht. Mehr als 2.000 Feuerwehrleute kämpften in mehreren portugiesischen Regionen gegen die Flammen. Besonders betroffen war nach wie vor der Norden des Landes, aber auch an der Algarve loderten die Flammen. Im spanischen Andalusien wurde ein Anrainer unter dem Verdacht der Brandstiftung festgenommen.

An der Algarve wüteten die Feuer besonders an zwei Fronten in den Hügeln von Monchique, einer Kleinstadt im Westen der Region. In schwer zugänglichem felsigen Terrain waren rund 400 Feuerwehrleute im Einsatz. In dem Wald waren die Feuer am Mittwochabend “explosionsartig” wieder ausgebrochen, nachdem sie am Sonntag zuvor offiziell als eingedämmt galten, wie der Kommandant der Einsatzkräfte von Faro, Vitor Vaz Pinto, sagte. Rund ein Dutzend Menschen mussten demnach in Sicherheit gebracht werden.

“Das ist die Hölle”, sagte eine Einwohnerin von Monchique im Fernsehen. Die Flammen seien bis zu sieben Meter hoch geschlagen, sagte eine andere Anrainerin. Am Montag wurde ein 49-jähriger Mann unter dem Verdacht der Brandstiftung in Untersuchungshaft genommen.

Auch Teile des nahe der spanischen Grenze gelegenen Peneda-Geres-Nationalparks in Nordportugal standen in Flammen. Das Feuer umzingelte zwei Dörfer, deren Evakuierung am Mittwoch angeordnet wurde. Ebenfalls im Norden Portugals brannte der Wald bei Freixo de Espada a Cinta im Naturpark Douro. Dort musste ein Seniorenheim evakuiert werden, wie der Bürgermeister des Dorfes Bruco sagte.

In Portugal und Spanien hatten in den vergangenen Tagen Temperaturen um die 40 Grad geherrscht. Dabei waren unzählige Brände ausgebrochen, tausende Hektar Land fielen den Flammen zum Opfer.

Auch wenn am Mittwoch die Temperaturen etwas fielen, wüteten in Portugal noch immer 80 Feuer, die aber nach Angaben des Zivilschutzamtes fast alle unter Kontrolle waren. Auch an der spanischen Ostküste gelang es der Feuerwehr, einen großen Waldbrand nahe der Touristenhochburg Benidorm an der Costa Blanca zu zügeln.

Viele Feuer werden vermutlich vorsätzlich gelegt. Auch in einem Nationalpark in der südspanischen Region Andalusien wurde am Donnerstag ein Mann unter dem Verdacht der Brandstiftung festgenommen. Der Mann habe gestanden, Papier und Plastiksackerln verbrannt zu haben, um nahe der Stadt Almaden de la Plata ein Feuer zu entfachen, sagte ein Polizeisprecher.

Von: APA/ag.

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