Löscharbeiten haben Wirkung gezeigt

Waldbrände in Südkalifornien fast eingedämmt

Sonntag, 21. August 2016 | 21:28 Uhr

Erleichterung in Südkalifornien: Ein verheerender Waldbrand östlich von Los Angeles ist fast eingedämmt. Im Bundesstaat Louisiana am Golf von Mexiko sind die Aufräumarbeiten nach schweren Überschwemmungen noch voll im Gang. Präsident Barack Obama will am Dienstag die besonders schwer betroffene Stadt Baton Rouge besuchen.

Die Überflutungen waren die schlimmste Naturkatastrophe in den USA seit dem Sturm Sandy im Herbst 2012. Zehntausende Menschen mussten aus dem Wasser gerettet werden, 13 Einwohner starben. Mehr als 40.000 Häuser wurden zerstört oder beschädigt, nach ersten Schätzungen entstanden Schäden in Höhe von 30 Millionen Dollar (ungefähr 26,5 Millionen Euro).

Binnen sechs Tagen war in Louisiana so viel Regen gefallen, dass mehr als 10,4 Millionen Schwimmbecken in Olympia-Größe damit hätten gefüllt werden könnten, wie Meteorologen dem Sender CNN zufolge vorrechneten.

In Kalifornien gelang es der Feuerwehr nach Behördenangaben bis zum Sonntag, den Brand rund 100 Kilometer östlich von Los Angeles zu mehr als 70 Prozent unter Kontrolle zu bringen.

Nach einer vorläufigen Schadensbilanz zerstörten die seit Dienstag tobenden Brände – das sogenannte Blue-Cut-Feuer – mehr als 300 Gebäude, darunter 105 Wohnhäuser. Knapp 15.000 Hektar Land waren in der bergigen Region verwüstet worden. Mehr als 82.000 Menschen mussten die Gefahrenzone zeitweise verlassen. Die meisten Bewohner durften inzwischen in ihre Häuser zurückkehren.

Die Brandursache wird noch untersucht. Eine Hitzewelle mit extrem trockener Luft, heftiger Wind und die nach fünfjähriger Dürre ausgedorrte Vegetation in dem Westküstenstaat hatten die Katastrophe verschlimmert.

Von: APA/dpa

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