Der Brandort liegt nur etwa 50 Kilometer von Berlin entfernt

Waldbrand bei Berlin eingedämmt, aber nicht unter Kontrolle

Freitag, 24. August 2018 | 19:37 Uhr

Hunderte Einsatzkräfte haben einen riesigen Waldbrand südwestlich von Berlin am Freitag zwar eingedämmt, aber noch nicht unter Kontrolle gebracht. Die Einsatzkräfte kämpften nach Behördenangaben mit drei Brandherden rund um Treuenbrietzen und einem Feuer bei Jüterbog. “Die Lage ist noch nicht entspannt”, sagte ein Sprecher des Brandenburger Innenministeriums.

Es sei kein Regen in Sicht und der Wind frische auf. Der Vize-Landrat von Potsdam-Mittelmark, Christian Stein (CDU), äußerte angesichts des gleichzeitigen Ausbruchs an drei Stellen bei Treuenbrietzen den Verdacht, der Brand könnte gelegt worden sein. Aus dem Innenministerium hieß es jedoch, man habe keinerlei Erkenntnisse zur Brandursache. Es könne nichts ausgeschlossen werden.

Das Feuer hatte sich gut 50 Kilometer vor der Hauptstadt rasch ausgebreitet: Nach zunächst fünf Hektar Waldbrandgebiet stand zuletzt eine Fläche in Flammen, die 400 Fußballfeldern entsprach. Gleichzeitig wurden neue Feuer aus der Nachbargemeinde Jüterbog gemeldet. Nach Angaben der Stadtverwaltung standen dort mehrere Hektar Fläche auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz in Flammen.

Nach Angaben der Berliner Feuerwehr war das gesamte Stadtgebiet der Hauptstadt am Freitag vom Rauch des Großfeuers betroffen, es kam zu zahlreichen Notrufen wegen der Geruchsbelästigung. Es gebe aber keine Hinweise auf Gesundheitsgefahren, betonten die Retter dort. Die menschliche Nase reagiere sehr empfindlich auf kleinste Spuren von Brandrauch. Notrufleitungen sollten nicht blockiert werden. Auch Potsdam warnte vor den Geruchsbelästigungen.

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und des heißen Sommers war die Waldbrandgefahr in den vergangenen Wochen stark gestiegen. Brandenburg mit seinen ausgedehnten Kiefernwäldern ist besonders bedroht. Bereits vor einigen Wochen hatte es in der Region einen größeren Waldbrand bei Fichtenwalde gegeben. Die Brandbekämpfung dauerte ebenfalls Tage, es kam unter anderem zur Sperrung von Autobahnen. Die Umweltorganisation Nabu machte die Umwandlung von Wäldern in reine Nadelholzmonokulturen für solche Feuer mitverantwortlich.

Von: APA/dpa

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