Die Ökoschulden sind seit dem Jahr 2000 kontinuierlich gewachsen

“Welterschöpfungstag”: Menschheit lebt nun auf “Ökopump”

Dienstag, 31. Juli 2018 | 13:15 Uhr

Mit 1. August sind die natürlich verfügbaren Ressourcen nach den Berechnungen der NGO Global Footprint Network für das Jahr 2018 aufgebraucht. Somit hat die Menschheit einen Tag früher als im Vorjahr den “Welterschöpfungstag” erreicht und konsumiert ab Mittwoch mehr, als die Erde geben kann. Es ist erneut der früheste “Earth Overshoot Day” seit Beginn dieser Berechnung.

Das Global Footprint Network legt den “Earth Overshoot Day” seit den 1970er-Jahren fest, zu Beginn fiel er noch auf den 29. Dezember. Der Welterschöpfungstag” vergleicht die Inanspruchnahme des Planeten durch die Menschheit mittels des Ökologischen Fußabdrucks (Footprint) mit der Biokapazität der Planeten. Das ist die Fähigkeit der Natur, Rohstoffe zu erzeugen und Schadstoffe abzubauen.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Ökoschulden seit dem Jahr 2000 kontinuierlich gewachsen sind. Folglich findet der “Welterschöpfungstag” aufgrund von Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum immer früher im Kalenderjahr statt und die Menschheit lebt dann für den Rest des Jahres auf “Ökopump”.

“Dieses Datum ist kein abstraktes Konstrukt. Die Folgen der Übernutzung zeigen sich schon deutlich im Schwinden der Wälder und ihrer Artenvielfalt, den kaputten Böden, den leergefischten Meeren und allem voran im Anstieg des CO2 in der Atmosphäre, der uns den Klimawandel beschert”, sagte Reinhard Uhrig von Global 2000 am Dienstag in einer Aussendung.

In Österreich fiel der nationale Erschöpfungstag diesmal auf den 13. April. Negativer Spitzenreiter ist Katar, wo bereits vor Mitte Februar eine negative Bilanz erreicht wurde. Am besten schnitten hingegen Vietnam, Marokko und Kirgisien ab, wo die Ressourcen noch bis Mitte Dezember reichen würden.

In Österreich könnte das Datum allein durch weniger Straßenverkehr um fünf Tage nach hinten verschoben werden, stellte Greenpeace am Dienstag fest. Die NGO – Teil des Global Footprint Networks – rief daher dazu auf, das Auto öfter stehen zu lassen und auf öffentliche Verkehrsmittel zu wechseln. “Ein Drittel der heimischen, klimaschädlichen CO2-Emissionen stammen aus dem Auspuff. Unsere Erde braucht eine Pause davon”, erklärte Adam Pawloff, Klima- und Energiesprecher von Greenpeace in Österreich.

“Unsere aktuelle Wirtschaftsweise betreibt ein ökologisches Pyramidenspiel mit unserem Planeten”, warnt Mathis Wackernagel, Mitbegründer des Global Footprint Network. Helene Glatter-Götz, WWF Expertin für Nachhaltige Ernährung, wies darauf hin, dass rund ein Viertel unseres ökologischen Fußabdruckes auf die Ernährung zurückzuführen sei: “Insbesondere Fleisch beansprucht nicht nur enorme Flächen im In- und Ausland, sondern heizt auch den Klimawandel ordentlich an”. Wolfgang Pekny von der Plattform Footprint forderte indes, dass Maßnahmen zum Erreichen der Klimaziele und der damit verbundenen CO2-Reduktion vorwiegend auf die Reduktion des Verbrauchs und auf technogene erneuerbare Energie setzen sollten, “da ein Ersatz von fossiler Energie durch Biomasse den Ökologischen Fußabdruck sogar noch erhöht.”

Von: apa

Kommentare

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7 Kommentare auf "“Welterschöpfungstag”: Menschheit lebt nun auf “Ökopump”"


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Goldstandard
Goldstandard
Grünschnabel
16 Tage 40 Min

Aber wir müssen das wirtschaftswachstum immer nach oben treiben damit uns dieses system nicht um die ihren fliegt!

Staenkerer
15 Tage 18 h

und dort wo no resorsn genua warn gien se ….

Manfi
Manfi
Grünschnabel
15 Tage 22 h

Der Mensch schafft sich selbst ab, dümmer als jede Fruchtfliege der Homo sapiens….oder Homo nie genug…🤷‍♂️

Staenkerer
15 Tage 21 h

mein voter, a oanfochs mandk mit herz, verstond und gottesglaube hott ollm gsog:
der herrgott werd schun sorgn das auf der welt nie mehr sein als plotz hobn und zu essn …
i glab er hot recht, de menschheit baut sich so viele fallen in de se selber sorgn das nie zuviel wern!

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Universalgelehrter
15 Tage 23 h

Kann uns doch egal sein, Hauptsache es wird konsumiert!!!

Unsere Kinder und Enkel werden es uns dann danken!

One
One
Tratscher
15 Tage 20 h

Die Globalisierung und offenen Handelsgrenzen, werden diesem Planeten den Gnadenstoß geben. Stoppt Merkel & Co. mit ihren wahnsinnigen Plänen!

So ist das
So ist das
Superredner
15 Tage 20 h

Der Mensch braucht keine Feinde zu fürchten, die ihn ausrotten, nur sich selbst.

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