Mehr als 60.000 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen

Weltkriegsbombe in Frankfurt erfolgreich entschärft

Sonntag, 03. September 2017 | 19:25 Uhr

Nach der größten Massenevakuierung der Nachkriegszeit ist in Frankfurt am Main eine fast zwei Tonnen schwere Weltkriegsbombe erfolgreich entschärft worden. “Es ist geschafft”, teilte die Polizei am frühen Sonntagabend nach einem beispiellosen Einsatz mit. Für die Entschärfung mussten 65.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen.

Dabei kam es zu erheblichen Verzögerungen, weil Einzelne das Sperrgebiet nicht rechtzeitig verließen. Für die Entschärfung wurde eine Sperrzone mit einem Radius von eineinhalb Kilometern rund um den Fundort der Bombe eingerichtet. Betroffen waren große Bereiche mehrerer zentrumsnaher Stadtteile. Die Bürger wurden aufgerufen, diesen Bereich bis Sonntagmorgen um 08.00 Uhr zu verlassen.

Doch bei der Evakuierung kam es zu Verzögerungen, weil sich Menschen länger als erlaubt in dem gesperrten Bereich aufhielten. Zum Teil waren nach Angaben von Polizei und Feuerwehr noch Menschen in ihren Wohnungen. Zudem gab es Anrufe von hilfsbedürftigen Menschen, die sich ebenfalls noch nach 08.00 Uhr im Sperrbezirk befanden.

Hunderte Polizisten prüften am Sonntag über mehrere Stunden, ob sich noch jemand in der Evakuierungszone aufhielt. Die Beamten klingelten dafür an allen Wohnungen. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz. Erst am frühen Sonntagnachmittag meldete die Polizei schließlich die erfolgreiche Evakuierung: “Frankfurt, es geht los. Die Entschärfung der Weltkriegsbombe beginnt jetzt.”

Die Experten des Kampfmittelräumdienstes begannen daraufhin mehr als zwei Stunden später als geplant mit der Entschärfung der Bombe, die sich über mehrere Stunden hinzog. Die Spezialisten entfernten dabei drei Zünder sowie Sprengkapseln. Die betroffenen Bewohner sollten am Sonntagabend wieder in ihre Wohnungen zurückkehren dürfen.

Die umfangreichen Evakuierungsmaßnahmen waren schon am Samstag angelaufen. Zwei Krankenhäuser und mehrere Altenheime mussten geräumt werden. In der Sperrzone lagen zudem das Polizeipräsidium und die Gebäude des Hessischen Rundfunks. Unter anderem in zwei großen Messehallen wurden Notunterkünfte eingerichtet. Sonderbusse fuhren am Sonntagmorgen von verschiedenen Stellen in der Sperrzone dorthin. Die städtischen Museen boten betroffenen Bürgern einen kostenlosen Besuch an.

Die 1,8 Tonnen schwere und mit 1,4 Tonnen Sprengstoff gefüllte Weltkriegsbombe war am Dienstag auf einer Baustelle nahe der Frankfurter Universität gefunden worden. Wegen der starken Sprengkraft der Bombe wurde eine sehr große Sperrzone eingerichtet. Mehrere tausend Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisation waren am Wochenende an Räumung und Sicherung dieser Zone beteiligt.

Im rheinland-pfälzischen Koblenz war bereits am Samstag eine 500 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe entschärft worden. 21.000 Menschen mussten dafür zeitweilig ihre Wohnungen verlassen. Auch in Koblenz weigerten sich einige Anrainer zunächst, ihre Wohnungen zu räumen. Auch zwei Altenheime, ein Krankenhaus und ein Gefängnis mussten geräumt werden. Rund 800 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisationen waren vor Ort.

Von: apa

Kommentare

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10 Kommentare auf "Weltkriegsbombe in Frankfurt erfolgreich entschärft"


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kornfeld
kornfeld
Tratscher
22 Tage 20 h

In trödeltrupp informieren der sel verhöckert des ding donn noch Nordkorea… Sem sommeln se sette socht

Oma
Oma
Grünschnabel
22 Tage 18 h

oder bares für rares….

oli.
oli.
Universalgelehrter
22 Tage 14 h

würdet ihr auch so schreiben und denken , wenn euer Haus in der Nähe der Fundstelle wäre ?

Man kann hoffen für unsere Nachbarn das alles gut geht , da liegen bestimmt noch tausende unter der Erde.

enkedu
enkedu
Universalgelehrter
22 Tage 12 h

Geht nicht. Frau May will die im Rahmen der Brexitverhandlungen zurück. 😂

Oltvatrische
Oltvatrische
Grünschnabel
22 Tage 12 h

teischt mis, odo hobn die allierten noch do kapitulation deutschlands no fescht weitagibombt.

ThunderAndr
ThunderAndr
Universalgelehrter
22 Tage 12 h

Haben sie nicht. Allerdings haben sie z.B. einen Grossangriff auf Dresden geflogen obwohl der in dem Ausmass nicht mehr nötig gewesen wäre.

nightrider
nightrider
Tratscher
22 Tage 11 h

Tuasch die teischen

krakatau
krakatau
Superredner
22 Tage 17 h

Die Rechnung für die Kosten der Evakuierung und Entschärfung von den Allierten einfordern

bon jour
bon jour
Superredner
22 Tage 9 h

… oder doch den Deutschen, die den Krieb begonnen haben.

Oltvatrische
Oltvatrische
Grünschnabel
22 Tage 11 h

donkschian ando. mir isch la firkemm dass do churchill gsog hot, daß er deutschland vonichtn will. obo wer schun folsch gilesn hobn.

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