"Niedergang der Natur vollzieht sich in einem nie dagewesenen Tempo"

Weltnaturschutzunion fügt der Roten Liste 7.000 Arten hinzu

Freitag, 19. Juli 2019 | 15:05 Uhr

Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat der Roten Liste 7.000 bedrohte Arten hinzugefügt. In der am Donnerstag veröffentlichten neuesten Fassung der Roten Liste sind somit 105.000 Arten aufgeführt, von denen 28.000 als direkt vom Aussterben bedroht gelten. “Der Niedergang der Natur vollzieht sich in einem nie dagewesenen Tempo”, erklärte IUCN-Chefin Grethel Aguilar.

Primaten, Fische und Bäume sind demnach vor allem durch die Rodung der Wälder und Überfischen bedroht. Im Mai hatte der Weltrat für Biodiversität (IPBES) in seinem Bericht gewarnt, dass rund eine Million Tier- und Pflanzenarten schon “in den kommenden Jahrzehnten” ausgestorben sein könnte, sollte die Menschheit ihren Umgang mit der Natur nicht ändern. Die Wissenschafter forderten vor allem “tiefgreifende Änderungen” vor allem in der Landwirtschaft.

In die aktuelle Fassung der Roten Liste der IUCN wurden unter anderem Breitnasenfische und Gitarrenfische, aber auch sieben Primatenarten aufgenommen. So leben von der Roloway-Meerkatze nur noch 2.000 Exemplare in der Elfenbeinküste und Ghana in freier Wildbahn. In West- und Zentralafrika seien 40 Prozent aller Primaten vom Aussterben bedroht, erklärte die Weltnaturschutzunion. Die größte Gefahr bestehe für Arten, die von Menschen als Nahrung genutzt würden, erklärte der Chef der für die Rote Liste zuständigen IUCN-Abteilung, Craig Hilton Taylor.

In Japan sind den Angaben zufolge mehr als die Hälfte der Süßwasserfischarten vom Aussterben bedroht, in Mexiko mehr als ein Drittel. Auf die Rote Liste wurden aber auch mehr als 500 Tiefseefische und Mollusken gesetzt, die mehr als tausend Meter unter der Wasseroberfläche leben.

Viele dieser Tiere stammten noch aus der Zeit der Dinosaurier, erklärte der Experte der Zoological Society of London, Andrew Terry. “Auch nur eine dieser Arten zu verlieren, kommt dem Verlust von Millionen Jahren der Evolutionsgeschichte gleich”.

Von: APA/ag.

Kommentare

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14 Kommentare auf "Weltnaturschutzunion fügt der Roten Liste 7.000 Arten hinzu"


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Dagobert
Dagobert
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

Interessiert leider eigendlich keine 🐷
Hauptsache die grossen Konzerne scheffeln X-Milliarden.

Diamant21
Diamant21
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

……….damit die grossen Konzerne Milliarden scheffeln können, bedarf es aber der ganzen Horde Menschen, welche den Konzernen deren Produkte abkaufen. Somit ist letztendlich der EINZELNE UNTER UNS für den Zustand des Planeten verantwortlich…….nur HÖREN will das NIEMAND……geschweige denn das eigene UNSINNIGE Turbo-Konsumverhalten zu ändern………..

So sig holt is
So sig holt is
Superredner
1 Monat 5 Tage

@Diamant21 genau so ist es! Olle wellen sie scheinheilig eppes guats für die Umwelt tian, ober auf keinerlei Konsum und Luxus verzichten, konn jo an onderer, lei i nit… einige wenige werden hel schun tian, ober die brrite masse interessiert sich nit dorfir

iuhui
iuhui
Kinig
1 Monat 5 Tage

oder, bitte reg dich nicht auf 😁, was wirklich interessiert ist, dass sich die Hunde vermehren…

Andreas1234567
Andreas1234567
Tratscher
1 Monat 5 Tage

Hallo zum Abend,
IUCN ist ein wilder Zusammenschluss aus NGO und Regierungsorganisationen. (IUCN soll wohl absichtlich eine Nähe zu UN-Organisationen für den flüchtigen Leser herstellen)
Die bisherige Vorsitzende Inger Andersen hat es nun von IUCN auf einen Chefsessel der UN geschafft. (UNEP)
https://www.dw.com/de/inger-andersen-wird-neue-un-umwelt-chefin/a-47550519-0
Natürlich gibt es eine Nachfolgerin seit Juni 2019
https://www.iucn.org/about/senior-management/director-general
Neue Besen kehren fleissig und die panischen Meldungen dürfen als Begrüssungsfeuerwerk für die neue “Acting general Director” aufgefasst werden.
Gruss nach Südtirol

Mutti
Mutti
Superredner
1 Monat 5 Tage

Sel war a koan Wunder dass viele Arten aussterben, der gonze dreck wos ins Meer kimp, af die Straßen lieg Müll, im wold ischs a net besser,…

Geri
Geri
Superredner
1 Monat 5 Tage

Solange es Leute gibt, wie z.B. unsere Bauern, die ganz klar und offen behaupten, dass es “unnütze” Tiere gibt (zitat von Landschaftspfleger – https://www.suedtirolnews.it/italien/tierschuetzer-setzen-sich-fuer-fluechtigen-baeren-im-trentino-ein), wird sich der Niedergang der Natur nie aufhalten lassen. Altrochè Landschaftspflege…😔

So sig holt is
So sig holt is
Superredner
1 Monat 4 Tage

gibs denn af der welt wirklich niamend onders dem man die schuld geben konn auser olm lri in die bauern? als war man das übel der welt… sry ober wer brauch denn denn gonzen luxus und übermäßigen kosum? wia viel mickrigen % bauern kemmen af de riesen zohl an leit, de in die groasstädte wohnen und nitmol wissen woher a Lebensmittel überhaupt kimmp? zum glück mochen ollewril mear Investoren und Konzerne Landwirtschaft, die hem sein viel umweltfreundlicher als die kluanen bauern 👍

p.181
p.181
Tratscher
1 Monat 5 Tage

Die Erhaltung der Natur und ihrer Ressourcen dient nicht wirtschaftlichen Interessen, daher keine medial aufgebauschten und perfekt organisierte Hüpfgretas

maxi
maxi
Tratscher
1 Monat 5 Tage

Typische Phänomene, bricht ein Hype los sehen die meisten nur mehr Weltuntergang.

Knedl
Knedl
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

Solange es nicht um an haufen geld geht wird sich nichts ändern… und von der industrie beworbene nachhaltigkeit usw… ist nur für den ” dummen ” konsumenten sich das gewissen zu bereinigen. Solange es nur um status geld ruhm und jeder will mehr als der andere haben geht, ändert sich gar nichts

Tanne
Tanne
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Wie sagen die Süd-Tiroler? Die drei SSS! Schießen, Schaufeln, Saufen?
Damit die rote Liste etwas länger wird, versteht sich doch von alleine.

falschauer
falschauer
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

irgendwann wird auch der mensch dieser zerstörungswut zum opfer fallen, denn erst wenn der letzte baum gerodet, der letzte fluss vergiftet und der letzte fisch gefangen ist, wird der mensch feststellen, dass man geld nicht essen kann

So ist das
So ist das
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Mit dem Niedergang der Natur geht auch der Niedergang der Menschheit einher. 🤔

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