Bluttat vor einer Bar

Wiener Bar-Besitzer vor eigenem Lokal erstochen: Mordprozess

Montag, 19. März 2018 | 02:25 Uhr

Am Montag wird am Landesgericht für Strafsachen eine Bluttat vor einer Bar in Wien-Ottakring verhandelt, die den Lokalbesitzer am frühen Morgen des 20. Augusts 2017 das Leben gekostet hat. Dieser hatte vor seinem Lokal einer Frau, die er am gegenüberliegenden Gehsteig wahrnahm, Komplimente gemacht. Das dürfte ihren Begleiter – einen 37-jährigen Kosovaren – in Rage versetzt haben.

Nach einem Streitgespräch mit dem Gastronomen zückte der Mann ein Messer und soll dieses dem Gleichaltrigen mehrmals in die Brust gestochen haben. Ein 28-jähriger Zeuge, der dem Bar-Betreiber zu Hilfe eilte, wurde ebenfalls niedergestochen. Während letzterer den Bauchstich überlebte, starb der Lokal-Besitzer in einem Krankenhaus. Der mutmaßliche Täter setzte sich zunächst in seine Heimat ab und konnte Mitte September mit Europäischem Haftbefehl am Flughafen Wien-Schwechat festgenommen werden. Vor den Geschworenen dürfte er sich nun dem Vernehmen nach mit Notwehr verantworten.

Von: apa