Die Finanzpolizei ermittelt

Wucher und Ausbeutung von Prostituierten: 56-jähriger Meraner in U-Haft

Mittwoch, 31. August 2022 | 13:06 Uhr

Meran – Die Finanzpolizei von Meran hat nach umfangreichen Ermittlungen einen 56-Meraner festgenommen. Dem Mann werden erschwerter Wucher sowie erschwerte Begünstigung und Ausbeutung von Prostitution vorgeworfen.

Die Untersuchung, die von der Bozner Staatsanwaltschaft geleitet wird, kam im Jahr 2021 ins Rollen. Der 56-Jährige hatte damals in mindestens zwei Fällen Geld an Personen verliehen, die in ökonomischen Schwierigkeiten steckten. Als Gegenleistung verlangte er Zinsen in der Höhe von 24 Prozent, die mittels Schecks, aber auch in Form von Schmuck oder Goldmünzen beglichen wurden.

Bei einer Hausdurchsuchung hat die Finanzpolizei mehrere elektronische Geräte sowie kompromittierende Dokumente beschlagnahmt, die bei den Ermittlern den Verdacht erhärten ließen. Unter anderem wurde das private Schreiben eines mutmaßlichen Opfers gefunden, das dem 56-Jährigen als Sicherheit für einen gewährten Kredit eine große Fläche der eigenen Wohnungen zu einem Mietpreis zur Verfügung stellte, der deutlich niedriger als gewöhnlich war.

Bei der Analyse der elektronischen Geräte fand die Finanzpolizei hingegen Hinweise auf Vergehen anderer Art, nämlich auf Begünstigung und Ausbeutung von Prostitution.

Der Meraner soll mehrere Wohnungen in seinem Besitz Prostituierten ausländischer Herkunft zur Verfügung gestellt haben. Dafür verlangte er überhöhte Mieten, die er „schwarz“ kassierte. Der Meraner soll sich im Klaren gewesen, dass sich die Frauen in den Appartements prostituieren. Laut Finanzpolizei hat er im Internet sogar einschlägige Annoncen veröffentlicht. Sich selbst stellte er als Vermittler vor. In einigen Fällen hat er an den Treffen mit sexuellem Hintergrund auch teilgenommen.

Die Ermittler gehen unter anderem deshalb von Erschwernisgründen aus, weil nicht nur eine Person, sondern gleich vier weibliche Prostituierte ausgebeutet worden sein sollen. Der Mann befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Der Ermittlungsrichter hat außerdem die Beschlagnahme von vier Immobilien angeordnet, die dem 56-Jährigen gehören. Bislang gilt die Unschuldsvermutung.

Von: mk

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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15 Kommentare auf "Wucher und Ausbeutung von Prostituierten: 56-jähriger Meraner in U-Haft"


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Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 2 Tage

Die zu Solchen gehn u.dies damit unterstützen gehörten veröffentlicht dann würden solche “unseriösen Geschäfte” schon aufhören!

Hustinettenbaer
1 Monat 2 Tage

@Sag mal
In Schweden ist der “Kauf sexueller Dienste” seit 1999 verboten. In Frankreich ist Prostitution auch verboten.
Leider kenn ich Schweden, Franzosen… , die sich im Ausland “bedienen”.
D.h. man muss sukzessiv global den Sumpf austrocknen.

PuggaNagga
1 Monat 2 Tage

@Husti
Das älteste Gewerbe der Welt kann man nicht ausrotten.
Käufliche Liebe gehört zur Gesellschaft dazu, seit Jahrtausenden. Viele Frauen verdienen damit ihr Geld zum Leben.
Ich gehe nicht in den Puff. Es gibt aber Männer die keine Frau haben die aber etwas Dampf ablassen müssen . Können sie das nicht, werden die zu Bestien und bedienen sich sonst wo, das möchte wiederum keine Frau. Schließlich machen die Prostituierten es freiwillig, zumindest meistens.

Fritzfratz
Fritzfratz
Tratscher
1 Monat 2 Tage

@ Sag mal dann können wir mit der Veröffentlichung der Namen der Kardinäle im Vatikan anfangen die auf käufliche Liebe stehen.

Hustinettenbaer
1 Monat 3 Tage

@PuggaNagga
Ja, Du hast Recht. Ein frommer Wunsch für die, die sich prostituieren müssen.

Lara
Lara
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

@PuggaNagga
Das Problem ist deine Denkweise. Die ist so alt, wie dein angebliches “Gewerbe”

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 3 Tage

Seltsamerweise ist in den USA in den Staaten die Vergewaltigungsquote am höchsten, wo die puritanischsten Einwohner leben, wo die Gesetze gegen Prostitution und ähnliches am härtesten sind.

Der illegale Markt ist wie in vielen anderen Fällen das, was am meisten Probleme bereitet. Wo es keine Regelungen und gesetzlichen Kontrollen gibt (da eh alles verboten ist), muss das Gewerbe illegal vonstatten gehen und dort ist die Ausbeutung am größten.

Hustinettenbaer
1 Monat 2 Tage

@Lara
Man(n) kriegt das wohl nicht aus den Köpfen (und einem anderen steuernden Körperteil) raus 🥴.
Und ich wünschte mir diesen “Pragmatismus” auch beim Drogenkonsum.

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 2 Tage

@Lara Was machst du dann mit den Prostituierten die sich den Job selbst aussuchen. Die allermeisten, Beispiel Deutschland, tun das freiwillig! Zahlen Steuern usw.
Prostitution verhindern zu wollen ist, wie wenn du essen verbieten möchtest!
Drogen und Prostitution wirds immer geben und Verbote erhöhen lediglich die Preise.

marher
marher
Universalgelehrter
1 Monat 2 Tage

Und magari no um Beiträge ungsucht. Menschen ohne Gewissensbisse, einfach nur unterste Schublage. Sein Eigentum beschlagnahmen und ihn zu harten langen Sozialdienst verdammen weil der Knast ist zu teuer.

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 2 Tage

Photo.

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 2 Tage

Wozu?

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 2 Tage

@N. G. weil das Strafe für Ihn wäre.

Savonarola
1 Monat 2 Tage

24% ist doch kein Wucher, sondern nur Inflationsanpassung.

ieztuets
ieztuets
Superredner
1 Monat 2 Tage

Wenns die Frauen in Eigeninitiative tien ok, obr des isch woll a Ort Zuhälter?

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