Fälscher richten mit den Blüten großen Schaden an

Zahl der gefälschten Euro-Scheine laut EZB leicht gestiegen

Freitag, 26. Januar 2018 | 11:16 Uhr

Geldfälscher haben im vergangenen Jahr etwas mehr Euro-Blüten in Umlauf gebracht als 2016. Polizei, Handel und Banken zogen weltweit rund 694.000 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Verkehr. Das waren rund 1,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag in Frankfurt mitteilte.

Fälscher richteten mit Euro-Blüten einen Schaden von rund 36 Millionen Euro an. 2016 waren es noch 40 Millionen Euro. Damals hatte es besonders große Schäden mit 500-Euro-Scheinen gegeben.

In Österreich wurden im Vorjahr um etwa ein Fünftel weniger Euro-Fälschungen aus dem Verkehr gezogen als noch 2016. Laut der am Freitag veröffentlichten Statistik der Nationalbank wurden 9.892 Blüten (2016: 12.234 Stück) beschlagnahmt, die meisten davon in Wien (42 Prozent), gefolgt von Niederösterreich (14 Prozent) und der Steiermark (neun Prozent).

Der Schaden durch Falschgeld ist hierzulande sogar um rund ein Viertel gesunken, nämlich auf 567.075 Euro. Dies ist im Wesentlichen auf weniger Falsifikate bei fast allen Banknotenkategorien zurückzuführen. So wurden 2016 noch 2.024 falsche Hunderter entdeckt, im Vorjahr hingegen nur 871. Ein ähnliches Bild zeigt sich für die 200-Euro-Note: 408 (2016) gegenüber 141.

Am häufigsten wird nach wie vor die 50-Euro-Banknote mit einem Anteil von 64,4 Prozent gefälscht, gefolgt vom Zwanziger mit 20,3 Prozent. Diese beiden Banknotenkategorien haben auch im Euroraum mit fast 88 Prozent den größten Anteil an allen Fälschungen.

“Bei der 50-Euro-Banknote wird der Rückgang der Fälschungen 2018 einsetzen, da zumeist ein Jahr nach der Einführung einer neuen Banknote die Fälschungszahlen rückläufig sind”, meinte Kurt Pribil, Mitglied des Direktoriums der Nationalbank, gegenüber der APA. Neue 100- und 200-Euro-Scheine sind für 2019 geplant.

Im April 2018 ist der Euro-Bus in allen Bundesländern unterwegs, da die 500-Schilling-Banknote “Otto Wagner” und die 1.000-Schilling-Banknote “Erwin Schrödinger” nur noch bis 20. April 2018 umtauschbar sind. Zudem informiert die OeNB weiterhin auf ihrer Euro-Info-Tour im Sommer 2018 österreichweit über die Sicherheitsmerkmale der Euro-Banknoten.

Von: APA/dpa