Messegelände in Madrid wurde zu Spital umfunktioniert

Zahl der Infizierten in Spanien nun höher als in China

Montag, 30. März 2020 | 17:39 Uhr

In Spanien gibt es inzwischen mehr Coronavirus-Infizierte als in China, wo das Virus Ende 2019 ausgebrochen war. Das Gesundheitsministerium in Madrid teilte am Montag mit, die Zahl der bestätigten Ansteckungen sei binnen 24 Stunden um 6.398 auf 85.195 gestiegen, die Zahl der Todesfälle um 812 auf 7.340.

Die Anstiegsrate von 8,1 Prozent bei den Neuinfektionen war aber die niedrigste seit Beginn des Ausgangsverbots am 15. März. “Schon seit dem 25. März beobachten wir hier eine Umkehr der Tendenz”, sagte die Sprecherin der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), Maria Jose Sierra. Man dürfe aber nicht nachlassen. Sorgen mache weiterhin der drohende Kollaps der Intensivstationen.

Die Regierung hatte am Wochenende im Kampf gegen die Pandemie die Ausgangsbeschränkungen verschärft. In den nächsten zwei Wochen müssen ab Dienstag an alle Beschäftigten zuhause bleiben, die keine “notwendigen Arbeiten” ausführten. Der Lohn soll weiter gezahlt und die Arbeit zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Spanien ist nach Italien das am schwersten von der Pandemie betroffene Land Europas.

In Spanien kämpft das Militär auch mit gewaltigen Desinfizierungsaktionen gegen das Coronavirus. Im Rahmen der “Operation Balmis” seien bislang landesweit mehr als 1300 Seniorenheime, 500 Krankenhäuser, 64 Flughäfen, 22 Häfen und fast 250 Metro-Stationen, Bahnhöfe und Bushaltestellen entseucht worden, teilte das Verteidigungsministerium in Madrid am Montag mit.

Tausende Soldaten sind im Einsatz. Spanien ist nach Italien das von dem Virus am heftigsten betroffene Land Europas.

Die Operation, mit der die Streitkräfte beim Kampf gegen Covid-19 im Einsatz sind, ist nach der Balmis-Impf-Expedition (1803 bis 1806) in die spanischen Gebiete in Amerika und nach Asien benannt. Die Expedition unter Leitung von Francisco Javier de Balmis hatte das Ziel, Millionen Menschen gegen Pocken zu impfen und gilt als eine der wichtigsten humanitären Aktionen der Medizingeschichte.

Von: APA/ag.

Kommentare
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Tanne
Tanne
Superredner
2 Monate 5 h

Hoffentlich holt Spanien nicht den Knüppel raus, gegen den Kampf gegen Corona, so wie bei den Katalanen. Aber Stierk(r)ämpfe finden noch statt??

Parteikartl
Parteikartl
Tratscher
2 Monate 4 h

Wer sagt dass in China die veröffentlichten Zahlen stimmen?
“Die Zeit” spricht laut eines ihres Informanten vor Ort in Wuhan von mindestens 42000 Toten (bis 10.04. werden tgl. 3500 Urnen) die bis dahin an die Angehöfigen übergeben werden….

Ein Schelm wer böses denkt!

Gredner
Gredner
Universalgelehrter
1 Monat 29 Tage

In Wuhan waren die Bewohner zwei Monate lang eingeschlossen.
Wuhan hat über 11 Millionen Einwohner, da sterben im Durchschnitt 400 Personen am Tag. Vom ersten Jänner bis 10.April (100 Tage) sammeln sich somit 40.000 Urnen an. Wenn wir da die 3000 Corona-Toten in Hubei berücksichtigen, kommen wir ziemlich genau auf die 42.000 Urnen.

Tanne
Tanne
Superredner
2 Monate 7 h

Nach dem Winterschlaf kommt das Böse erwachen!

mrreiter
mrreiter
Grünschnabel
1 Monat 29 Tage

“Zahl der Infizierten in Spanien nun höher als in China”
Na ja, China sagt immer die Wahrheit, oder?

hefe
hefe
Superredner
1 Monat 29 Tage

China sagt nicht die Wahrheit, es gibt viele Experten die sagen das die mehr Tote und Infizierte haben als sie angeben

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