Starke Winde und die trockene Landschaft hatten die Lage verschärft

Zahl der Toten stieg bei Waldbränden in Kalifornien weiter

Mittwoch, 14. November 2018 | 07:56 Uhr

Bei den verheerenden Waldbränden im US-Staat Kalifornien ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 50 gestiegen. Bei Sucharbeiten im Ort Paradise am Fuße der Sierra Nevada, wo das “Camp Fire” wütet, seien sterbliche Überreste von sechs weiteren Menschen entdeckt worden, sagte Sheriff Kory Honea am Dienstag.

Die Zahl der Todesopfer in Paradise stieg damit auf 48. Zwei weitere Menschen wurden beim “Woolsey Fire” nördlich von Los Angeles getötet. Die sechs Toten in Paradise seien alle in den Überresten niedergebrannter Häuser entdeckt worden, sagte Honea bei einer Pressekonferenz. Die Stadträtin Melissa Schuster sagte im Fernsehsender ABC, die Gerichtsmediziner müssten “von Haus zu Haus und von Fahrzeug zu Fahrzeug gehen”. Ganz Paradise gleiche einer “giftigen Ödnis”. Die Zahl der Todesopfer dürfte weiter steigen, da noch Hunderte Menschen vermisst werden.

Das “Camp Fire” hat bisher 50.600 Hektar Land in den waldigen Hügeln des Landkreises Butte vernichtet und rund 6.500 Häuser zerstört. Es handelt sich um den folgenschwersten Waldbrand in der Geschichte Kaliforniens. Das Feuer konnte bis Dienstag zu 35 Prozent eingedämmt werden. Mehr als 5.600 Feuerwehrleute kämpfen weiter gegen die Flammen. In der Gegend fiel seit mehr als 30 Wochen nicht mehr als ein Zentimeter Regen.

Paradise glich unterdessen einer Geisterstadt, wie eine Reporterin von vor Ort berichtete. Bewohner wurden noch nicht wieder in den Ort zurückgelassen, während die Such- und Aufräumarbeiten voranschritten. Der Ort sei massiv zerstört, an vielen Stellen qualme es noch. Die Luft sei komplett verraucht, es rieche beißend, alle Menschen trügen Schutzmasken. Die Schutzunterkünfte rund um den Ort herum seien voller Bedürftiger, massenhaft würden Spenden abgegeben.

Einsatzkräfte gingen davon aus, dass starke Winde und die knochentrockene Landschaft, in die sich die Feuer zunehmend fressen, die Lage verschärfen dürften. Die leicht entflammbare Vegetation, fehlender Niederschlag und eine geringe Luftfeuchtigkeit seien die “perfekten Zutaten für ein explosives dynamisches Brandwachstum”, sagte Chris Anthony von der kalifornischen Brandschutzbehörde der “Los Angeles Times”. Die Kalifornier sollten sich auf eine “lange und potenziell tödliche” Feuersaison einstellen. Es werde schlimmer, als es sich die Bevölkerung jemals habe vorstellen können.

Die Brände, die vorigen Donnerstag im Norden und im Süden des Staates ausgebrochen waren, zerstörten bereits Hunderte Quadratkilometer Wald und Tausende Häuser. Hunderttausende Menschen mussten sich in Sicherheit bringen. Mehrere Tausend Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen.

Auch die Villen mehrerer Stars in der hügeligen Gegend um Malibu brannten ab – darunter die Häuser von Moderator Thomas Gottschalk, Popstar Miley Cyrus und Schauspieler Gerard Butler. Der US-Rapper Kanye West und seine Frau Kim Kardashian hatten Medienberichten zufolge ihr Anwesen in Hidden Hills mit privaten Feuerwehrleuten vor dem “Woolsey”-Feuer schützen können.

US-Präsident Donald Trump sprach am Dienstag von verheerenden Bränden, wie es sie noch nicht gegeben habe. “Wir trauern um jene, die ihr Leben verloren haben”, sagte er im Weißen Haus in Washington. “Wir beten für die Opfer.” Trump dankte Feuerwehrleuten, Katastrophenschützern und Rettungskräften für ihren Einsatz in Kalifornien. Man werde alles Erdenkliche tun, um die Betroffenen in der Region zu schützen. “Es ist eine sehr schwierige Situation.”

Am Wochenende hatte Trump mit einem Kommentar zu den Bränden in Kalifornien Empörung ausgelöst und sich viel Kritik eingehandelt. Er hatte Behörden Versäumnisse und Fehler beim Forstmanagement vorgeworfen und mit dem Entzug von Bundesmitteln gedroht – während die Einsatzkräfte gegen die Flammen kämpften und Bewohner um ihr Leben bangten.

Von: APA/dpa

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Kinig
1 Monat 5 Tage

Feuerwehrleute riskieren ihr Leben im Einsatz gegen das Feuer und der hysterische US-Pinocchio trumpelt auf denen herum! Seine Persönlichkeitsstörung ist einfach stärker als er! 

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