Demonstranten forderten Verschärfung der Tierschutzgesetze

Zehntausende forderten Stierkampf-Verbot in Spanien

Sonntag, 27. Mai 2018 | 17:21 Uhr

Zehntausende Menschen haben in Spanien für ein landesweites Verbot von Stierkämpfen demonstriert. Die Teilnehmer der Kundgebung forderten am Sonntag in Madrid auch die Streichung aller Spektakel mit Stieren aus dem nationalen Kulturerbe-Verzeichnis, das Ende der Förderung solcher Veranstaltungen mit Steuergeldern sowie eine Verschärfung der Tierschutzgesetze.

Nach Angaben der Hauptorganisatoren, der Bewegung “Stierkampf ist Gewalt”, nahmen an der Demonstration mehr als 40.000 Menschen teil. Auf dem Platz Puerta del Sol im Zentrum Madrids brachen rund 500 Aktivisten Torero-Lanzen, aus denen ein roter Staub ausströmte, der das Blut der rund 20.000 Stiere symbolisierte, die jährlich in Spanien bei den Veranstaltungen mit oft jahrhundertealter Tradition getötet werden. Die Kundgebungsteilnehmer trugen Plakate mit Aufschriften wie “Stierkampf: Nationale Schande”.

Zum Protest hatten anlässlich des Madrider Volksfestes “Feria de San Isidro” (8. Mai bis 10. Juni), bei dem Stierkämpfe im Mittelpunkt stehen, 17 Organisationen aufgerufen. Rund 170 weitere Organisation aus dem In- und Ausland unterstützten die Kundgebung. Die Demonstranten forderten unter anderem auch, dass allen Minderjährigen die Teilnahme an Spektakeln mit Stieren untersagt wird und dass Kinder auch keine Torero-Schulen besuchen dürfen.

“Es ist rückständig, wenn im 21. Jahrhundert Tiere weiterhin aus Spaß gefoltert werden und das auch noch mit öffentlichen Geldern finanziert wird”, sagte die Sprecherin Laura Gonzalo von “Stierkampf ist Gewalt” der spanischen Nachrichtenagentur Europa Press.

Die konservative Regierung hatte 2017 die Mehrwertsteuer für Stierkämpfe auf zehn Prozent gesenkt. Stierkampf wurde in Spanien 2013 zum “nationalen Kulturerbe” erklärt. Die sogenannten Corridas können deshalb mit öffentlichem Geld gefördert werden.

Von: APA/dpa

Kommentare

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8 Kommentare auf "Zehntausende forderten Stierkampf-Verbot in Spanien"


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nikki
nikki
Grünschnabel
21 Tage 15 h

War schun long Zeit.

Bauchnoblwollwuzl
Bauchnoblwollwuzl
Grünschnabel
21 Tage 14 h

I bin sicher kuan tierschützer, ober mir kimmp schun fir dass de stierkämpfe nit sein miasn! Kuan viech sollet sterbm, lai weil der kompf sponnend fir die leit isch.
Tradition hin oder her

Kurt
Kurt
Universalgelehrter
21 Tage 15 h

wahr a dafier 😊

werner66
werner66
Superredner
21 Tage 1 h

Fleischfressende Heuchler!

Gagarella
Gagarella
Universalgelehrter
20 Tage 22 h

@werner66    Was hat Tierquälerei mit Fleischessen zu tun?

aristoteles
aristoteles
Grünschnabel
20 Tage 19 h

wernerle, vegan essen ist ungesund. da kann es schon mal passieren, dass einer das thema nicht versteht. und hör bitte auf den tieren das futter weg zu essen

Sag mal
Sag mal
Universalgelehrter
21 Tage 2 h

geben Die diesen Blödsinn nicht bald auf?!!!!!!

Gagarella
Gagarella
Universalgelehrter
21 Tage 1 h

Man sollte “Spanien” verbieten.

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