Frauen nachts im Auto mitgenommen

Zum zweiten Mal lebenslang für 78-fachen Serienmörder

Montag, 10. Dezember 2018 | 12:40 Uhr

Ein ehemaliger Polizist hat in Sibirien Frauen nachts im Auto mitgenommen, sie vergewaltigt und ermordet. Ein Gericht in Irkutsk verurteilte ihn nun wegen 56 Morden zum zweiten Mal zu lebenslanger Haft. Der bereits 2015 wegen der Tötung 22 anderer Frauen zu lebenslanger Haft verurteilte und inhaftierte Mann ist damit Russlands berüchtigtster Serienmörder.

Die weiteren 56 Bluttaten verübte Michail Popkow zwischen 1992 und 2007, wie die Irkutsker Staatsanwaltschaft berichtete. Sie warf ihm eine “pathologische Lust am Töten von Menschen” vor. Ermittler bezeichneten den grauhaarigen Mann als einen vom Töten besessenen “Verrückten”. Trotzdem wurde der Angeklagte als zurechnungsfähig eingestuft.

Seine Opfer lockte der ehemalige Polizeibeamte in seiner Freizeit unter anderem mit dem Angebot nächtlicher Fahrten im Polizeiauto nahe seiner Heimatstadt Angarsk bei Irkutsk. Er tötete sie dem Gericht zufolge mit einem Hammer, einer Axt oder mit anderen Waffen. Die Leichen verscharrte er im Wald, am Straßenrand und auf einem Friedhof. Zehn seiner Opfer vergewaltigte der Mann nach Überzeugung des Gerichts.

Der 54-Jährige selbst stellte sich als Tugendwächter dar, der seine Stadt von Prostituierten “säubern” wollte. Die meisten Opfer waren Frauen im Alter von 16 bis 40 Jahren.

Bereits 2015 war der ehemalige Beamte wegen Mordes an 22 Frauen verurteilt worden. Später gestand er 59 weitere Morde, in 56 Fällen wurde er nun schuldig gesprochen. Drei Morde konnten ihm die Ermittler nicht nachweisen, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete.

Die Mordserie hatte Angarsk über Jahre hinweg in Atem gehalten. Die Ermittler hatten schon früh vermutet, dass ein Polizist hinter den Verbrechen stecken könnte, weil er kaum Spuren hinterließ. Um den Täter zu finden, ordneten die Behörden einen Massengentest an. Überprüft wurden vor allem Besitzer von Autos, zu denen die Reifenspuren an den Tatorten passten.

Wie russische Medien unter Berufung auf ehemalige Kollegen berichteten, war der Mörder an den Ermittlungen zu einigen seiner Verbrechen selbst beteiligt. Er wurde schließlich 2012 in Wladiwostok gefasst, wo er ein Auto kaufen wollte. Seine Haftstrafe verbüßte er in einem speziellen Straflager für ehemalige Ordnungshüter. Jetzt soll er in ein Gefängnis eingeliefert werden, das lebenslänglich Inhaftierten vorbehalten ist.

2007 war in Russland der Serienmörder Alexander Pitschuschkin wegen 48-fachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er hatte nach eigenen Angaben geplant, 64 Menschen zu töten – so viele wie ein Schachbrett Felder hat. Laut Anklage wollte er auch die Opferzahl des 1992 zum Tode verurteilten und hingerichteten Serienmörders Andrej Tschikatilo übertreffen, der zu Sowjetzeiten 52 Kinder und Jugendliche umbrachte.

Von: APA/Ag.

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1 Kommentar auf "Zum zweiten Mal lebenslang für 78-fachen Serienmörder"


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traktor
traktor
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

die gerechte strafe für den würde sich über wochen-nein monate hinziehen bis er nix mehr spürt…

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