Ein 23-Jähriger soll der Haupttäter sein

Zwei Festnahmen nach tödlicher Rauferei in Wien

Donnerstag, 03. Mai 2018 | 13:17 Uhr

Nach einer Rauferei im November 2017 in Wien-Brigittenau, an deren Folgen ein 47-Jähriger im März gestorben ist, sind zwei der drei Verdächtigen ausgeforscht worden. Ein als Haupttäter gesuchter 23-Jähriger wurde am Mittwoch festgenommen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Ein weiterer Beschuldigter war demnach Mitte April gefasst worden. Der dritte per Foto gesuchte Mann ist noch flüchtig.

Die vier Männer waren am späten Abend des 25. November in einem Lokal in der Othmargasse in Streit geraten. Die Auseinandersetzung verlagerte sich vor die Bar. Dort stürzte das 47-jährige Opfer zu Boden und schlug mit dem Kopf auf. Als die Polizei bei dem Lokal eintraf, waren die Täter bereits geflohen.

Der Verletzte lehnte eine medizinische Behandlung zuerst ab, ließ sich aber später ärztlich versorgen. Am 30. November wurde er wegen gesteigerten Hirndrucks aufgrund eines geplatzten Blutgefäßes notoperiert. Danach befand sich der Serbe im Koma und verstarb schließlich am 24. März.

Die Polizei hatte Aufnahmen aus der Videoüberwachung des Lokals gesichert. Mitte Jänner wurde dann das Foto eines Verdächtigen und Mitte April die Bilder von zwei weiteren Beschuldigten veröffentlicht. Tags darauf, am 16. April, fassten Ermittler des Landeskriminalamts Wien aufgrund eines anonymen Hinweises einen 47-jährigen Rumänen. Die weiteren Erhebungen führten dann zu dem hauptbeschuldigten 23-jährigen Serben.

Dieser gab an, er habe das Opfer “nicht geschlagen, nur gestoßen”, erläuterte Polizeisprecherin Irina Steirer. Der 47-Jährige will “gar nichts gemacht” haben. Die beiden Männer wurden laut Steirer wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgang angezeigt, beide befinden sich auf freiem Fuß.

Der noch gesuchte Verdächtige ist 50 bis 60 Jahre alt, 1,85 Meter groß und schlank. Er hatte zum Tatzeitpunkt kurze, graue Haare. Hinweise – auch anonym – nimmt das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Zentrum Ost, unter der Telefonnummer 01-31310-62800 oder Durchwahl 62110 entgegen.

Von: apa

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