Rauchwolke über dem Chemiepark Leverkusen

Zwei Tote bei Explosion im Chempark Leverkusen

Mittwoch, 28. Juli 2021 | 04:31 Uhr

Nach der Explosion in einer Müllverbrennungsanlage im Chempark Leverkusen am Dienstag wird weiter nach Vermissten gesucht. Bei dem Unglück sind nach Angaben des Betreibers vom Dienstagabend mindestens zwei Menschen gestorben und 31 verletzt worden, fünf Beschäftigte werden vermisst. Die Hoffnung, sie lebend zu finden, ist gering. Eine der verletzten Personen schwebt in Lebensgefahr. Die Ursache der Explosion ist noch unklar.

Die gewaltige Explosion, die Zeugen zufolge im Umkreis von gut zehn Kilometern zu hören war, ereignete sich nach Angaben des Betreibers im Tanklager des Entsorgungszentrums Bürrig. Die Ursache war zunächst unklar. Eine gewaltige Rauchwolke stieg auf. Die Erschütterung war derart heftig, dass sogar mehrere Stationen des Geologischen Dienstes Nordrhein-Westfalen sie maßen. Unter anderem wurde sie an einer Station in rund 40 Kilometer Entfernung registriert.

Nach der Explosion brannte das Tanklager mit Lösungsmitteln stundenlang, ehe das Feuer am Mittag unter Kontrolle und weitgehend gelöscht war. “Die Löscharbeiten mussten warten, bis eine Stromleitung vom Netz getrennt war”, erklärte die Stadt. Sogar die Feuerwehr im rund 60 Kilometer entfernten Dortmund warnte vor möglichen Geruchsbelästigungen.

Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Innenministers Herbert Reul (CDU) bestand bei einem zweiten Tank Explosionsgefahr. Der Tank habe 100.000 Liter hochentzündliche, giftige Abfallstoffe enthalten, sagte Reul. Die Feuerwehr habe die Gefahr aber bannen können. Nach Reuls Angaben waren allein 300 Feuerwehrleute im Einsatz.

Anrainer waren aufgefordert worden, geschlossene Räume aufzusuchen sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten. Erst am Nachmittag hob Leverkusen die Warnung für die meisten Stadtteile wieder auf – nur im besonders betroffenen Stadtteil Bürrig galt sie weiterhin. Wegen des möglichen Schadstoffausstoßes wurden Anrainer zudem vor dem Verzehr von Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten gewarnt.

“Es gibt Meldungen zu Rußablagerungen”, sagte Landesgesundheitsministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Mittwoch). Eine genauere Einschätzung sei erst Ende der Woche möglich.

Der Chempark ist nach Unternehmensangaben einer der größten Chemieparks Europas. An den drei Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen sind über 70 Firmen angesiedelt.

Von: APA/dpa

Kommentare

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8 Kommentare auf "Zwei Tote bei Explosion im Chempark Leverkusen"


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Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
1 Monat 26 Tage

Hallo nach Südtirol,

die “gute Nachricht”: Löschwasser komplett aufgefangen.

Der Rhein in Steinwurfweite, manchen wird “Sandoz-Katastrophe” noch etwas sagen.

Die deutsche Boulevardzeitung mit den grossen Buchstaben hat das spektakulärste Video, den Zeitpunkt der Explosion, hat was von “Atombombenpilz”

https://www.bild.de/video/clip/ruhrgebiet-regional/explosion-in-leverkusen-schwarze-rauchwolke-ueber-der-stadt-77204228.bild.html
(Aber erst 30 Sekunden Werbung schauen..)

Feuerwehrler werden im weiteren Videoverlauf über die teilweise enorme Wurfweite der Schaumwasserwerfer auf den Tanklöschfahrzeugen verzückt sein

Gruss aus D

OrtlerNord
OrtlerNord
Grünschnabel
1 Monat 26 Tage

Andreas hast du eigentlich auch nur ein Funken Anstand in dir, ich glaube nicht.

Faktenchecker
1 Monat 26 Tage

Trainierst Du die Fechterstellung?

Faktenchecker
1 Monat 26 Tage

Ortler, der plödert herum mit seinem Werbesprech.

Zugspitze947
1 Monat 26 Tage

Ortlernord=sicher NICHT ,denn ausser Romane schreiben und Märchen zu erzählen weiss er nix Taugliches 🙁

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Universalgelehrter
1 Monat 26 Tage

Eine Zeitung, die Leverkusen im Ruhrgebiet verortet, ist auch Fachblatt für die Identifizierung von Atompilzen.
Es drohte das Sandoz-Szenario. Und jetzt wird vor “Rußflocken” auf Boden, in Gärten…gewarnt, um das Wort “Dioxine” zu vermeiden. Es verbrannten 200.000 (?) Liter chlorierte Lösungsmittel. “Um die Freisetzung der außerordentlich stabilen Dioxine … zu verhindern, müssen Altchemikalien… bei Temperaturen über 1 200 °C verbrannt werden. Man hat festgestellt, dass die Bildungstendenz der Dioxine im Bereich 300 bis 600 °C besonders hoch ist. ”
https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/chemie-abitur/artikel/dioxine

eisern
eisern
Superredner
1 Monat 26 Tage

Mein herzliches Beileid den Angehörigen und gute Besserung den Verletzten. Ich hoffe das es nicht noch mehr Tote gibt . Habe vor 20 Jahren ähnliches erlebt. Einfach nur furchtbar.

eisern
eisern
Superredner
1 Monat 25 Tage

Es sind Menschen gestorben und werden immer noch vermisst, da ist etwas Pietät angebracht. Ich habe vor 20 Jahren auch bei einer Explosion einen Kollegen verloren und andere haben bleibende Schäden erlitten.

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