Der Unglücksort in den Ötztaler Alpen

Zwei Wanderer bei Felssturz in Ötztaler Alpen getötet

Montag, 03. Juli 2017 | 10:57 Uhr

Bei einem Felssturz in den Ötztaler Alpen sind am Sonntagnachmittag zwei einheimische Wanderer von herabfallenden Gesteinsmassen erschlagen worden. Laut der Landespolizeidirektion Tirol geschah das tödliche Unglück im Gemeindegebiet von Längenfeld (Bezirk Imst). Bei den Opfern handelt es sich um eine 55-jährige Frau und einen 57 Jahre alten Mann.

Die beiden waren auf einem Steig in Richtung Schneggerkogel unterwegs. Gegen 16.30 Uhr kam es nach Polizeiangaben in diesem Gebiet aus bisher noch unbekannten Umständen zu einem größeren Felssturz, der sich im Bereich unterhalb des sogenannten Nitl löste. Die beiden Wanderer befanden sich in der Sturzbahn der Gesteinsmassen und wurden in der Folge von diesen erfasst und dabei getötet.

Da sich das Auto der Wanderer am frühen Abend noch am Ausgangspunkt befand und das Duo auch zu Hause nicht angetroffen werden konnte, wurde eine Suche eingeleitet. Die beiden Vermissten konnten schließlich nur noch tot im Bereich des Felssturzes aufgefunden werden. Die beiden Leichen wurden geborgen und mit dem Polizeihubschrauber ins Tal geflogen.

Nach dem Felssturz hat die schlechte Sicht zunächst einen Erkundungsflug verhindert. “Die Berge sind derzeit im Nebel verhüllt”, sagte Landesgeologe Gunther Heißl am Montag im Gespräch mit der APA. Der Wanderweg sei aber gesperrt, weshalb “keine Gefahr in Verzug” sei, fügte er hinzu.

Rein aufgrund der Bilder, die es bisher von dem Felssturz gibt, könne er nicht sagen, weshalb sich die Gesteinsmassen gelöst haben, erklärte Heißl. Der Regen der vergangenen Tage könnte aber ursächlich dafür sein. In der näheren Umgebung gebe es zwar Gebiete, die für Felsstürze bekannt seien, ob sich der Unfall in einem davon ereignet hat, könne er aber noch nicht sagen, so der Landesgeologe.

Von: apa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz