Polizei informierte die Öffentlichkeit

Zwei weitere Verdächtige nach Gruppenvergewaltigung

Freitag, 02. November 2018 | 12:45 Uhr

Im Fall der Gruppenvergewaltigung in der deutschen Stadt Freiburg sucht die Polizei zwei weitere Täter. Die Analyse von DNA-Spuren habe Hinweise auf zwei weitere Männer erbracht, teilten die Ermittler am Freitag mit. “Wir tun jetzt alles, um die Urheber auch dieser Spuren zu ermitteln”, sagte Bernd Belle von der Freiburger Kriminalpolizei. Bisher hat die Polizei acht Männer festgenommen.

Die 18-jährige Frau war Mitte Oktober vergewaltigt worden, nachdem sie mit dem mutmaßliche Haupttäter eine Freiburger Disco verließ. In dem Club hatte sie den Ermittlungen zufolge Drogen konsumiert, die sie möglicherweise wehrlos machten.

Der Hauptverdächtige soll die junge Frau in einem Wald vergewaltigt haben. Wie die Ermittler am Freitag mitteilten, soll der Mann danach in die Diskothek zurückgegangen sein und andere Männer informiert haben, dass die Frau wehrlos im dem nahegelegenen Waldstück liege. Daraufhin seien weitere Männer nach und nach in den Wald gegangen und hätten sich an der Frau vergangen.

Gegen den 22 Jahre alten Hauptverdächtigen sowie einen weiteren Verdächtigen wird den Angaben zufolge auch wegen eines weiteren Sexualdelikts aus dem Jahr 2017 ermittelt. Die Freiburger Ermittler waren in die Kritik geraten, weil gegen den 22-Jährigen bereits eine Woche vor der Gruppenvergewaltigung ein Haftbefehl wegen Drogendelikten vorgelegen hatte.

In Freiburg hatte die Tat hohe Wellen geschlagen, auch weil sieben der acht Verdächtigen Syrer sind. Zwei von ihnen präsentierten sich laut den Ermittlungen in sozialen Medien als Kämpfer der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG). Am vergangenen Montag nehmen einige hundert Anhänger der AfD den Fall zum Anlass, in Freiburg gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung zu demonstrieren. Ihnen standen etwa 2.000 Gegendemonstranten gegenüber.

Von: APA/ag.

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