"Menschen ohne Grenzen" warnt vor weiteren Todesopfern

1.650 Migranten im Mittelmeer in Sicherheit gebracht

Sonntag, 11. Juni 2017 | 08:55 Uhr

Bei Rettungsaktionen im Mittelmeer sind seit Samstag 1.650 Migranten in Sicherheit gebracht worden. Die Menschen befanden sich an Bord von neun Schlauchbooten und drei Schiffen, berichtete die italienische Küstenwache, die die Rettungseinsätzen koordinierte. Bei einem neuen Flüchtlingsdrama vor der libyschen Küste kamen am Samstag mindestens zehn Migranten ums Leben.

Wie Überlebende berichteten, sank ein Schlauchboot mit über 130 Personen an Bord vor der libyschen Küste. 78 Menschen wurden geretteten, weitere 52 werden noch vermisst. Am Samstag kam es außerdem zu Spannungen zwischen der libyschen Marine und NGO-Schiffen. Die Marine ordnete den Kapitänen der NGO-Schiffe an, sich von den libyschen Gewässern zu entfernen und nicht auf Flüchtlingsboote zu warten. Die Marine beschuldigte die NGOs, direkte Kontakte mit Menschenhändlern an Bord der Flüchtlingsschiffe zu haben. 570 Migranten, die mit Booten von Libyen abgefahren waren, wurden von der libyschen Marine wieder ans Land gebracht.

Die Vorwürfe der libyschen Marine wurden von der humanitären Organisation “Menschen ohne Grenzen” entschieden zurückgewiesen. Die Rettungseinsätze würden lediglich unter Aufsicht der italienischen Küstenwache erfolgen, berichtete die Organisation. Ihr Schiff “Prudence” sei auf dem Weg nach Italien mit 726 Menschen, darunter 53 Kinder, und einer Leiche an Bord, wie die Organisation berichtete. Das Schiff soll am Montagvormittag in Palermo eintreffen.

“Weitere Menschen haben inzwischen im Meer ihr Leben verloren. Ohne legale und sichere Einwanderungswege wird es weitere Todesopfer gehen”, schrieb “Menschen ohne Grenzen”.

Die Zahl der Flüchtlinge, die seit Anfang 2017 über das Mittelmeer nach Italien gekommen sind, ist gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 stark angestiegen. Über 60.000 Migranten erreichten die italienische Küste seit Jahresbeginn, das sind 25 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2016, wie das Innenministerium in Rom mitteilte.

Von: apa

Kommentare

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31 Kommentare auf "1.650 Migranten im Mittelmeer in Sicherheit gebracht"


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Natuerlich
Natuerlich
Tratscher
13 Tage 4 h

Solange die Zusammenarbeit der NGOs mit den Schleppern nicht aufhört, wird es weitere Tote geben! Diese ganzen NGO-Verein gehören gesetzlich verboten. 

Staenkerer
12 Tage 17 h

genau! ke mehr se holn, je größer de gfahr das es tote gib!

traktor
traktor
Superredner
13 Tage 3 h

bitte sofort zurück ans sichere festland nach afrika bringen!!!
stoppt die schlepperei

oli.
oli.
Universalgelehrter
12 Tage 19 h

Essen und Trinken und GO BACK.

sou ischs
sou ischs
Tratscher
13 Tage 2 h

die lybische marine muss ernst mochn und olla rettungsschiffe aus ihnan gewässo vojougn. se war ollohöchsta zeit. ohne rücksicht auf verluste.

oli.
oli.
Universalgelehrter
12 Tage 19 h

mal Warnschüsse abgeben , da die NGO ins fremde Land fährt.

tom
tom
Tratscher
12 Tage 18 h

@oli.
an wornschuss unter die wasserlinie

Tazverbot
Tazverbot
Neuling
13 Tage 4 h

Mein Mitleid hällt sich in Grenzen!

wuestenblume
wuestenblume
Superredner
13 Tage 19 Min

Bald wird man den Überblick verlieren wenn das so weiter geht…

oli.
oli.
Universalgelehrter
12 Tage 19 h

den hat Italien und die EU schon verloren.

tresel
tresel
Superredner
13 Tage 3 h

da stellt sich die frage wos die italienische küstenwache an der lybischen küste mocht? glab eher net dass die do ent sein…

Stern
Stern
Grünschnabel
12 Tage 18 h

@ivo815 mich würde deine Meinung zu diesem Artikel interessieren.

ivo815
ivo815
Superredner
12 Tage 16 h
Sollte die zu diesem anders sein? Solange diese Menschen keine Anreize haben, in Ihren Ländern zu bleiben, werden wir uns mit diesen Problemen herumschlagen müssen. Was den Artikel angeht, läßt sich nicht genau sagen, was dort effektiv passiert ist. Abgesehen davon sind die Menschen schon in die Boote gestiegen, bevor es proaktive Seenotrettung gab. Was ich mit Sicherheit sagen kann ist, dass ich mich fremdschäme, über die Hasstiraden in diesem Forum. Wieder werden Individuen angegriffen und kaum das System, das es überhaupt soweit hat kommen lassen. Das sind Aussagen, die auf eine äußerst primitive Denke rückschließen lassen und die mir… Weiterlesen »
Stern
Stern
Grünschnabel
12 Tage 15 h
@ivo815 danke für deine Meinung dazu. Du hast auch sicher Recht, dass das System und nicht die Menschen Schuld sind. Wir brauchen aber sofort eine Lösung! Man kann dann langfristig am System arbeiten. Deine Aussage über den Bozner Bahnhof zeigt mir, dass du keine Ahnung hast, wie sich unser Land verändert hat. Setz dich donn mal in den Bahnhof um beobachte wie Frauen und jünge Mädchen behandelt werden. Bleib doch mal für 5min im Park. Abgelegene Straßen sind auch ganz toll. Es geht nicht darum, wie du dich dort fühlst. Frauen und Kinder haben oberste Priorität. Das trifft auch auf… Weiterlesen »
Missx
Missx
Superredner
12 Tage 7 h

@stern
Es ist ja nicht nur in Bozen so. Auch in Bruneck und Brixen wird Frau auf unterstem Niveau angemacht.
Ein Mann wird nie verstehen wie man sich als Frau fühlt wenn einem ein Mann auf den Schritt schaut. Oder wie unterschwellig herablassend man als Frau von ihnen als Dienstleisterin behandelt wird. Logisch sieht der Ivo das anders. Aber er könnte sich mal als Frau verkleiden, dann wird er schon sehen.

Staenkerer
12 Tage 6 h

@ivo815 moansch du so a systemlösung wie es de auslandstürken betriebn hobn? olle vornehmlichkeiten ihrer wahlheimatländer geniesen u. für die diktatur ihres herkunftlondes stimmen, wohlwissend das sie nimmer dorthin zruggkehren 7. damit höchstens freiheitsliebende londsleute de no dort sein zur flüchtlinge mochn ….

Stern
Stern
Grünschnabel
12 Tage 5 h

@Missx 👍👍👍

ivo815
ivo815
Superredner
12 Tage 5 h

@Missx 1. gehen Sie mal auf a Südtiroler Fescht. Wo liegt der Unterschied?

2. Ihre Einstellung ist eindeutig rassistisch, denn von Ihrer subjektiven Wahrnehmung, kann nicht auf die Bevölkerung eines ganzen Kontinents geschlossen werden.

Stern
Stern
Grünschnabel
12 Tage 14 Min

@ivo815 ich kann frei entscheiden, ob ich ein Fest besuchen möchte. Wenn man sich dort nicht wohl fühlt, bleibt man einfach zu Hause. Afrika sind 3. Welt Länder/Entwicklungsländer, die können einfach nicht mit Industriestaaten mithalten. Ich schicke meine Baby auch nicht in die Schule. Man hilft da niemanden! Liebe Politiker, packt eure 7 Sachen und fährts nach Afrika. Bring denen unsere Rechte und Pflichten bei. Zeigt ihnen wie man selbst Geld erwirtschaftet. Und wenn sie dann immer nich nach Europa kommen wollen, werden wir sie auch empfangen. So nicht!

Stern
Stern
Grünschnabel
11 Tage 8 h

@ivo815 Lust auf Freunde? Tja viel Spaß beim Suchen… im Internet.

bern
bern
Tratscher
12 Tage 21 h

Bitte alle wieder nach Afrika zurückbringen. Dort gibt es genug zu tun.

enkedu
enkedu
Universalgelehrter
12 Tage 21 h

jeder der sich aktiv an dieser Menschenschlepperei beteiligt ist miþschuld am elend und an dem, dass es nicht aufhört.

Steuerzahlerin
Steuerzahlerin
Tratscher
12 Tage 21 h

Die Marine beschuldigte die NGOs, direkte Kontakte mit Menschenhändlern an Bord der Flüchtlingsschiffe zu haben. 570 Migranten, die mit Booten von Libyen abgefahren waren, wurden von der libyschen Marine wieder ans Land gebracht.

geat jo, lei insre Politik will des nit

Krampus
Krampus
Tratscher
12 Tage 20 h

1650 hobn af die einlodung der eu reagiert… gott sei donk koaner ums lebn kemm

STOPPT DEN WAHNSINN ENDLICH!!!

Tante Mitzi
Tante Mitzi
Grünschnabel
12 Tage 18 h

olle widdo zruck schicken und vor ort helfen

Staenkerer
12 Tage 6 h

die schwester des exministers barack obama, vorsitzende einer hilforganisation für kenia, sagte bei der vorweihnachtlichen spendengala im RTL, in kenia biete große resorsen die unangetastet liegen obwohl die menschen dort arm u. auf hilfe angewiesen sind! nur, die kenianer verstehen unter “hilfe von außen, jene spendengelder die jahrzehntelang verteilt wurden u. nicht hilfe zur selbsthilfe, sie wortn auf den geschenkten fisch, nit auf de angel zum selber fischn!

ivo815
ivo815
Superredner
12 Tage 2 h

@Staenkerer „Helfen Sie uns, den Kindern und Jugendlichen in Alego frühzeitig Hilfe zur Selbsthilfe zu geben”, so Dr. Auma Obamas Appell an das deutsche Fernsehpublikum.
Sie sagte „helfen SIE“ und nicht „hetzen Sie”.

So ist das
So ist das
Tratscher
12 Tage 22 h

Auch wenn diese Meldungen recht traurig klingen, so stimmen sie immer mehr nachdenklich und sind zu hinterfragen.

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