Schlauchboot in Seenot

115 Migranten vor Libyen gerettet – Fünf Tote

Dienstag, 19. Juni 2018 | 13:04 Uhr

Die libysche Küstenwache hat 115 Migranten an Bord eines sinkenden Schlauchbootes gerettet. Geborgen wurden aber auch fünf Leichen, teilte die libysche Marine am Dienstag mit. Das Schlauchboot mit den Migranten an Bord war acht Seemeilen nördlich von Mellitah westlich der Hauptstadt Tripolis in Schwierigkeiten geraten.

An Bord befanden sich Migranten aus afrikanischen Ländern und vier Pakistanis. Die Überlebenden wurden nach Tripolis gebracht, wo sie “humanitäre und ärztliche Hilfe” erhielten, hieß es.

Am Dienstagabend soll im sizilianischen Hafen Pozzallo das Schiff der italienischen Küstenwache “Diciotti” mit 519 Migranten und einer Leiche an Bord eintreffen. Die Migranten wurden bei sieben verschiedenen Einsätzen im Mittelmeer gerettet. An Bord der “Diciotti” befinden sich auf 42 Migranten, die vergangene Woche vom US-Marineschiffe “Trenton” gerettet worden waren. Zwölf Migranten wurden als vermisst gemeldet.

Drei Frauen und ein Mann, die dringend ärztliche Behandlung benötigten, wurden nach Lampedusa gebracht. Die Leiche war vom Frachtschiff “Vos Thalassa” geborgen worden, das 212 Migranten gerettet hatte.

Von: apa