Schlitzohr oder russischer Oppositioneller?

187 Millionen Rubel erschlichen: Mutmaßlicher Täter ersucht um Asyl

Dienstag, 11. Oktober 2022 | 08:02 Uhr

Riccione – Die Polizei von Rimini hat am 5. Oktober einen mutmaßlichen Betrüger aus Russland festgenommen, der sich mit seiner Familie in Riccione aufgehalten hat. Der Mann beteuert allerdings seine Unschuld.

Den Vorwürfen zufolge hat der 38-Jährige den russischen Staat um 187 Millionen Rubel erleichtert. Das entspricht einem Wert von rund 30 Millionen Euro. In Russland wurde der Mann dafür zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Der mutmaßliche Betrüger hatte in einem Vier-Sterne-Hotel eingecheckt. Bei der Registrierung seines Namens reagierte das Frühwarnsystem der Quästur.

Die Ordnungshüter gingen ins Hotel und erwarteten den Mann, der vermutlich vom Strand zurückkehrte. Dann klickten die Handschellen. Am Oberlandesgericht von Bologna erklärte der 38-Jährige im Beisein seiner Anwälte, dass er nichts von der Verurteilung in seinem Heimatland wisse.

Der Mann, der vor seinem Italien-Aufenthalt zwei Monate auf Mauritius verbracht hatte, behauptete stattdessen, ein politischer Oppositioneller und Gegner des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu sein. Deshalb sei er auch auf die Abschussliste geraten.

Gleichzeitig bekräftigte er seine Furcht vor einer Abschiebung nach Russland. Viele seiner Freunde seien ins Gefängnis gesteckt oder in die Ukraine an die Front geschickt worden, obwohl sie nichts verbrochen hätten. Der 38-Jährige wird deshalb vermutlich einen Antrag auf politisches Asyl stellen.

Der Richter hat den Mann einstweilen auf freien Fuß gesetzt. Allerdings wurde er zu täglichen Bewährungstreffen verpflichtet, bei denen er seine Unterschrift leisten muss. Unterdessen laufen die Untersuchungen weiter, um die Behauptungen des Mannes zu überprüfen und Licht in die Angelegenheit zu bringen.

Von: mk

Kommentare

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7 Kommentare auf "187 Millionen Rubel erschlichen: Mutmaßlicher Täter ersucht um Asyl"


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Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 15 Tage

Gebt ihm doch einfach einen Orden und gut is’

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 15 Tage

Ich nehme an, dass dein Kommentar ironisch gemeint war. Denn Diebstahl, egal wen znd warum man bestielt ist ne Straftat.
Würde es im Namen des “Guten” tun, bliebe es Diebstahl. Würde man es darum legitimieren, könnte jeder sagen, ich wollte nur Gutes tun.

traktor
traktor
Kinig
1 Monat 15 Tage

ok, wenn er bleiben will sind umgehend die 30 mio. euro dem ital. steuerzahler zu überweisen… dann sehen wir weiter….

tom
tom
Universalgelehrter
1 Monat 15 Tage

das ist der Gegenwart von nem Altpapier-Container

Staenkerer
1 Monat 15 Tage

des soll er dahoam mitn putin ausmochn …

Pasta Madre
Pasta Madre
Grünschnabel
1 Monat 14 Tage

I denk des isch ein russischer Spion.

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 14 Tage

Sicher, vom Arrest aus sammelt und liefert er viele nützliche Informationen.

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