Strenge Strafen für Brandstiffter angekündigt

400 Brände in Süditalien – Zwei Todesopfer in Kalabrien

Donnerstag, 13. Juli 2017 | 18:13 Uhr

Die seit Tagen anhaltenden Brände haben in der süditalienischen Region Kalabrien zwei Todesopfer gefordert. Ein 69-jähriger Mann starb in der Provinz Cosenza beim Versuch, die Flammen zu löschen. Der von Rauchgasen betäubt gewesene Mann verbrannte laut Medienberichten. Ein 68-Jähriger wurde in seinem Olivenhain in Cessaniti ebenfalls nach Löschversuchen von Angehörigen tot aufgefunden.

Der Pensionist soll aufgrunde des Rauchs ohnmächtig geworden und gestürzt sein. Insgesamt wüten in Süditalien derzeit 400 Brände. Zwischen Mitte Juni und dem 12. Juli seien 26.000 Hektar Wald zerstört worden – so viel wie im gesamten Jahr 2016 von Bränden. 13.000 Hektar gingen auf Sizilien verloren, berichtete der Umweltschutzverband Legambiente.

In der Kalabrien-Provinz Catanzaro wurde ein Mann wegen Brandstiftung festgenommen. Er soll in einem Wald Feuer gelegt haben. In der Provinz Cosenza mussten 300 Personen ihre Häuser verlassen, weil sie von Flammen bedroht wurden. In Kalabrien wüteten am Donnerstag 62 Brände.

Der italienische Umweltminister Gian Luca Galletti kündigte strenge Strafen für die Brandstifter an. “Wer einen Naturschutzpark in Brand setzt, soll wissen, dass ihm 20 Jahre Haft drohen und ich will, dass Brandstifter bis zum letzten Tag ihre Strafe absitzen”, sagte der Minister laut Medien.

Von: apa

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