Schäden in Millionenhöhe werden beklagt

Acht Tote nach schweren Unwettern in Norditalien.

Sonntag, 04. Oktober 2020 | 19:11 Uhr

Die Opferzahl nach den schweren Unwettern in Norditalien ist weiter angestiegen. Acht Tote wurden seit Beginn der heftigen Niederschläge am Samstag gemeldet. Sechs Leichen wurden am Sonntag in der Küstenregion Ligurien geborgen. Zudem wurden Schäden in Millionenhöhe beklagt. Mehrere Brücken stürzten wegen der reißenden Flüsse ein, Orte liefen mit Schlamm und Wasser voll. Autos wurden in Flüssen mitgerissen, vielerorts fiel der Strom aus. Betroffen war auch das Piemont.

Zwei Leichen wurden in der ligurischen Stadt Ventimiglia unweit der französischen Grenze entdeckt, zwei weitere lagen auf dem Strand bei Sanremo. Eine fünfte Leiche wurde im Meer vor der Badeortschaft Santo Stefano al Mare in der ligurischen Provinz Imperia lokalisiert. Ein weiteres Opfer ist ein französischer Viehzüchter italienischer Herkunft, der seit Samstag vermisst war. Seine Leiche wurde im Fluss Roya in Ligurien entdeckt.

Am Samstag war ein 53-jähriger freiwilliger Feuerwehrmann aus der Gemeinde Arnad im Aostatal bei einer Rettungsaktion von einen umgestürzten Baum getötet worden. Weiters kam ein 36-jähriger Mann aus Borgosesia in der Region Piemont ums Leben, der mit seinem Fahrzeug auf einer eingestürzten Straßenstrecke unterwegs gewesen war. Vermisst wird noch ein Jäger in der lombardischen Provinz Pavia. Der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte versprach umgehend Unterstützung seitens der Regierung in Rom.

Auch im Nachbarland Frankreich gibt es schwere Unwetterschäden zu beklagen. In Hinterland der Riviera-Metropole Nizza, wo Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten waren, werden Bewohner mit Wasser und Lebensmitteln versorgt. Zur Hilfe wird auch die Armee eingesetzt. Südfrankreich wird seit Jahren von schweren Unwettern getroffen, die Folgen waren schwer. Im Herbst vergangenen Jahres kamen 14 Menschen ums Leben. Die dicht bebaute Cote d’Azur wurde genau vor fünf Jahren von schweren Unwettern getroffen, damals starben 20 Menschen.

Von: APA/dpa

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