Anschlagsgefahr in Italien hoch eingestuft

Angst vor Terror: Polizisten stets bewaffnet

Dienstag, 19. Juli 2016 | 19:03 Uhr

Rom – Europa ist nicht Amerika – oder doch? Italiens Innenminister Angelino Alfano hat einen umstrittenen Aufruf gestartet. Italienische Ordnungshüter dürfen demnach nun auch in ihrer Freizeit die Dienstwaffe bei sich tragen.

Nach den Anschlägen von Nizza wird auch die Terrorgefahr in Italien als besonders hoch eingestuft. Die Maßnahme soll laut Innenministerium in erster Linie dem Schutz der Polizisten selbst dienen, aber auch potentielle Terroristen abschrecken.

Die SVP-Kammerabgeordneten sind von der Maßnahme wenig überzeugt.

In Italien wurden in den vergangenen 2.700 Razzien durchgeführt und insgesamt 155.000 Menschen kontrolliert. Knapp 100 Menschen wurden ausgewiesen, weil man ihnen Verbindungen mit dem Islamischen Staat nachweisen konnte.

Ein weiterer Schritt für mehr Sicherheit ist mit einem Dekret geplant, womit vorbestrafte Kriminelle von Städten ferngehalten werden können.

Geht es nach Alfano, soll das Dekret nach der Sommerpause im August verabschiedet werden.

Von: ©mk