Grausame Drogenhändler foltern ihre Opfer fast zu Tode – VIDEO

Ausgepeitscht, Arme gebrochen und Ohr abgeschnitten

Montag, 18. Juli 2022 | 08:10 Uhr

Varese – Eine Bande von Drogenhändlern, die in den Wäldern nördlich von Varese ihr Unwesen trieb, kannte keine Gnade. Drogenkuriere, die die Befehle des „Chefs“ missachtet hatten, wurden auf grausamste Art und Weise gefoltert. Die Opfer der Bande, denen nach Prügel und Auspeitschungen Knochen gebrochen und Körperteile abgeschnitten worden waren, überlebten nur durch viel Glück. Dank intensiver Ermittlungen und nicht zuletzt aufgrund der Aussagen der Folteropfer gelang es den Carabinieri, drei Personen, die vermutlich an der Spitze des Drogenclans standen, ausfindig zu machen und festzunehmen.

Die ausgedehnten Wälder der Valcuvia im Norden der Provinz Varese in der Lombardei sind ein bei Einheimischen und Touristen beliebtes Naherholungsgebiet. Allerdings werden diese Wälder auch von Drogenclans dazu missbraucht, um fern von neugierigen Blicken und ungebetenen Gästen ungestört ihr Suchtgift zu verkaufen.

Carabinieri Varese/Luino

Einer Bande konnten die Carabinieri nun das Handwerk legen. An der Spitze der kriminellen Organisation standen sich illegal in Italien aufhaltende Marokkaner. Auch bei den Drogenhändlern handelte es sich zumeist um Nordafrikaner. Für niedrigere Aufgaben – etwa als Kurier oder als „Beobachtungsposten“ – griffen die Oberen des Clans auch auf Drogenabhängige zurück. Diese wurden für ihre „Dienste“ direkt mit Drogen bezahlt.

Mit jenen aber, die sich in den Augen des Clans des „Verrats“ schuldig gemacht oder auf andere Weise das Vertrauen der „Chefs“ verloren hatten, kannte der Clan keine Gnade. Im vergangenen Juni fand eine Streife der Carabinieri, die auf der Suche nach Drogenverstecken war, in einem Versteck einen marokkanischen Staatsbürger, der auf grausamste Art und Weise gefoltert worden war. Dem Unglücklichen, der gefesselt und vollkommen nackt war, waren nach einer stundenlangen Auspeitschung beide Arme gebrochen und ein Ohr abgeschnitten worden. Die Carabinieri befreiten das Folteropfer und brachten es ins Krankenhaus.

Carabinieri Varese/Luino

Auch ein 40-jähriger italienischer Drogenabhängiger, der sich zum Sklaven des Clans gemacht hatte, wurde Opfer der Folterknechte. Der 40-Jährige hatte sich dem Clan freiwillig als Kurierfahrer angedient, um Drogen von einem Ort zum anderen zu bringen. Da er offensichtlich das Vertrauen der Clanchefs verloren hatte, wurde er von den Drogenhändlern mit einer Schusswaffe bedroht, an einen Baum gebunden und verprügelt. Er hing drei Stunden lang von einem Ast desselben Baums, bis er sich von selbst befreien konnte. Der Mann, der wie durch ein Wunder diese Folterung überlebte, konnte mit seinen letzten Kräften das nächste Krankenhaus erreichen.

Carabinieri Varese/Luino

Es waren aber nicht zuletzt die Aussagen der beiden Folteropfer, die die Carabinieri, die bereits Ermittlungen eingeleitet hatten, auf die Spur der Folterknechte führten. In der Nacht vom Freitag zum Samstag vergangener Woche schlugen die Carabinieri zu und führten drei Nordafrikaner in Handschellen ab. Die drei Kriminellen, die als „Bosse“ der Drogenhändlerbande gelten, wurden in Parona in der Provinz Pavia aufgespürt, wo sie ihr Hauptquartier aufgeschlagen hatten. Die drei Festgenommenen, denen versuchter Mord, versuchte Erpressung, Drogenbesitz und Drogenhandel sowie Folter zur Last gelegt werden, werden sich wegen dieser Straftaten vor Gericht verantworten müssen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Landsleute an den Verbrechen beteiligt waren.

Den Ermittlungen zufolge konkurrieren im großen Waldgebiet mehrere Drogenbanden um die Vorherrschaft. Am 19. Februar dieses Jahres fand in einem Waldstück zwischen Laveno und Leggiuno eine Abrechnung zwischen zwei untereinander verfeindeten Clans statt. Am Boden des Tatorts stellten die Carabinieri später nicht weniger als 47 Patronenhülsen des Kalibers 12 sicher.

„Sie treiben bereits seit Jahren ihr Unwesen. Wir stellen eine Zunahme der Gewalt fest, die auch die Gefährlichkeit dieser Personen erhöht. Sie versuchen, das Gebiet untereinander aufzuteilen. Die Strafverfolgung ist daher enorm wichtig“, erklärte der Kommandant der Carabinieri-Kompanie von Luino bei Varese, Hauptmann Alessandro Volpini, gegenüber der Tageszeitung „La Nazione“.

Den Carabinieri gelang es mit den Festnahmen, einem Clan einen entscheidenden Schlag zu versetzen. Um die 52.000 Hektar Wald wieder von allen Kriminellen zu befreien, bleibt aber noch viel Arbeit übrig.

Von: ka

Kommentare

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24 Kommentare auf "Ausgepeitscht, Arme gebrochen und Ohr abgeschnitten"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Savonarola
20 Tage 23 h

aber nicht, dass jetzt jemand daherkommt und von Resozialisierung der Täter oder ähnlichem faselt..

Ibens a
Ibens a
Neuling
20 Tage 22 h

Doch – Resozialisierung in Nordafrika, und zwar ganz schnell 😈

Targa
Targa
Superredner
20 Tage 22 h

Genau! Zurück in Ihre Heimat!

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
20 Tage 17 h

Ja in den Schwefelgruben Kenias mit Eisenkugel

Calimero
Calimero
Universalgelehrter
20 Tage 20 h

Mit einer Legalisierung leichter Drogen könnte man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen aber daran scheint man in Italien nicht interessiert zu sein, andere Länder wie Thailand haben es verstanden.

falschauer
20 Tage 20 h

eine von wenigen weisen aussagen von dir

DerTom
DerTom
Superredner
20 Tage 19 h

auch af den philipinen

Savonarola
20 Tage 11 h

@ Calimero

die Leute fahren schon bsoffener zuhauf Auto, dann sollen sie Gras auch noch rauchen? Was soll das für eine Haschbaitlgesellschaft werden?

Selbstbewertung
Selbstbewertung
Superredner
19 Tage 21 h

@Calimero: auch die USA haben es verstanden….

Tratscher
20 Tage 23 h

Die Strafverfolgung humpelt hinterher, keine Chance das Treiben zu kontrollieren oder ihm Einhalt zu gebieten!
Könnte bei dieser, de facto “Notlage” das Militär zu Hilfe gezogen werden?

N. G.
N. G.
Kinig
20 Tage 12 h

Das ist keine Notlage!!!
Das Militär soll im Grunde innenpolitisch überhaupt nichts zu tun! Diese Zeiten sind lange vorbei! Und selbst in der Pandemiezeit hätte die auf den Straßen für Kontrollen nichts zu suchen gehabt!

Tratscher
19 Tage 22 h

@N.G.
Keine Notlage? Wann wäre es ihrer Ansicht nach eine Notlage? Wenn die Menschen nicht mehr in den Wäldern sondern auf offener Straße gefoltert würden?

meinungs.freiheit
meinungs.freiheit
Superredner
20 Tage 23 h

Illegal aufhaltende Marokkaner sind in diesem Fall di Drogenbosse, Mithilfe weiterer Nordafrikaner. Hier braucht es strengere Gesetze, offene Augen und Aussagen der Einheimischen und aktivere Polizeiorgane.

Tina1
Tina1
Superredner
20 Tage 22 h

Meinungsf. Da sehen die Gesetzesmacher leider anders. Von denen gibt es eher Belohnungen oder Ausreden aller Art.

Roby74
Roby74
Universalgelehrter
20 Tage 23 h

Abscheulich,verwerflich und unmenschlich!🤦🏼‍♂️😤
Solche “Monster”aber bitte nicht gemütlich ins Gefängnis verfrachten,sondern zu widrigsten Bedingungen zur Zwangsarbeit verdonnern!
Nach absitzen ihrer Strafe dann bitte sofort ab nach dort von wo sie hergekommen sind☝🏻!!!🤬😡😠

DerTom
DerTom
Superredner
20 Tage 23 h

do brauchits an Rambo

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Universalgelehrter
20 Tage 19 h

Wie die wohl nach Italien gekommen sind 🤔 ?

TirolerSued
TirolerSued
Tratscher
20 Tage 15 h

vermute mit NGO Taxi’s

ieztuets
ieztuets
Tratscher
20 Tage 17 h

Guet dass man nit woaß wos do olls obgeaht… selber mit Koks vollstopfn und ob in Knast dert zrugg wou sie herkemmen sein!

Savonarola
20 Tage 11 h

Solche Verbrecher würde ich am liebsten am Galgen baumeln sehen

Faktenchecker
19 Tage 18 h

Und ich vor Gericht.

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