Hirst verbindet Mythos und Wahrheit

Ausstellung von Damien Hirst wird in Venedig eröffnet

Freitag, 07. April 2017 | 13:25 Uhr

Damien Hirst schafft das Wunder: Für eine Ausstellung zu Ehren des britischen Künstlers, die am Sonntag eröffnet wird, hat die Kulturstiftung Francois Pinault zum ersten Mal ihre beiden Ausstellungsräume in Venedig, die Punta della Dogana und den Palazzo Grassi, zusammengelegt.

Die Schau “Treasures from the Wreck of the Unbelievable”, die einen Monat vor der Biennale von Venedig startet und bis zum 3. Dezember läuft, zeigt über 200 Werke Hirsts. Der 51-Jährige ist einer der bedeutendsten Vertreter zeitgenössischer Kunst und Berichten zufolge der reichste lebende Künstler. Sein Privatvermögen wird auf mehr als 280 Mio. Euro geschätzt.

Die gezeigten Kunstwerke sollen aus einem sagenumwobenen Schiffswrack stammen, das angeblich seit der Antike auf dem Grund des Indischen Ozeans liegt. Damit verbindet Hirst Wahrheit und Mythos, Wissenschaft und Kunst. Die Ausstellung soll zum Magnet für Kunstliebhaber werden, hat jedoch bereits den Protest von Tierschützern ausgelöst. Diese hatten Anfang März 40 Kilo Dünger aus Protest vor den Palazzo Grassi geschüttet.

“Hirst ist einer jener falschen Künstler, wie der Österreicher Hermann Nitsch, die ihren vergänglichen Erfolg auf der Ausbeutung von Tieren aufbauen”, hieß es in einer Aussendung des Tierschutzverbands “Centopercento Animalisti”. Die Demonstranten beschuldigten Hirst, Tiere für seine Installationen zu töten und auszustopfen.

Von: apa