19-Jähriger auf wilder Flucht sorgt für Panik – VIDEO

Autos gestohlen, mehrere Unfälle verursacht und Radfahrer getötet

Montag, 03. Oktober 2022 | 07:54 Uhr

San Zenone degli Ezzelini – Ein junger Mann, der 19-jährige Steve Quintino, hat am Samstagvormittag auf den Straßen der Umgebung von San Zenone degli Ezzelini in Venetien für große Panik gesorgt.

Während seiner nach einem Raubüberfall erfolgten wilden Flucht stahl Steve Quintino nicht weniger als drei Autos, mit denen er gleich mehrere Unfälle verursachte. Ein Radfahrer, der 67-jährige Mario Piva, den der 19-Jährige überfahren hatte, verlor sein Leben. Erst einer Streife der Carabinieri, deren Fahrzeug, nachdem Quintino es gerammt hatte, mit dem Dach auf der Straße liegen geblieben war, gelang es, den offensichtlich verwirrten Mann, der von einem „Weltuntergang“ sprach, zu stoppen und festzunehmen.

YouTube/Local Team

Der 19-jährige Steve Quintino versetzte in der Umgebung von San Zenone degli Ezzelini in Venetien die anderen Verkehrsteilnehmer in Angst und Schrecken. Der 19-Jährige stahl drei Autos, verursachte mehrere Unfälle, überfuhr und tötete einen älteren Mann und beendete wenig später seine wilde Fahrt, indem er einen Streifenwagen der Carabinieri rammte, der sich daraufhin mitten auf der Straße überschlug.

Die wilde Flucht begann am Samstagvormittag gegen 9.15 Uhr, nachdem der junge Mann, der in Riese Pio X wohnt und bereits wegen Diebstahls und Sachbeschädigung vorbestraft ist, in Altivole eine Frau bedroht und deren Wagen, einen Honda Civic, gestohlen hatte. Mit dem Civic ergriff er mit hoher Geschwindigkeit die Flucht und fuhr in Richtung San Zenone degli Ezzelini.

La folle corsa di Steve Quintino

La folle corsa di Steve QuintinoRuba una dopo l'altra tre auto, semina il panico nelle strade del Trevigiano, provoca vari incidenti e nella fuga travolge e uccide un ciclista. Una corsa folle, quella del 19enne Steve Quintino, fermata solo dall'intervento dei Carabinieri.Gabriele Carletti per il Tg3 delle 19 del primo ottobre 2022

Posted by Tg3 on Saturday, October 1, 2022

Dort kam es zum tödlichen Unfall. Am Steuer des Honda Civic überfuhr Steve Quintino einen Radfahrer, den 67-jährigen Pensionisten Mario Piva. Der ältere Mann, der zusammen mit seiner Frau auf seinem Fahrrad am Straßenrand unterwegs war, hatte keine Chance. Der 67-Jährige wurde durch den harten Aufprall rund 20 Meter durch die Luft geschleudert und blieb anschließend leblos auf dem Asphalt liegen. Seine Frau, die gerade im letzten Moment ausweichen konnte, musste den Tod ihres Mannes mit ansehen.

Ohne sich um das Schicksal des älteren Paars zu kümmern, setzte Steve Quintino seine Flucht über ein kurzes Stück zu Fuß fort. Während von vielen Anrufern alarmiert am Unfallort mehrere Fahrzeuge der Ordnungs- und Rettungskräfte eintrafen, nützte er das Chaos aus, um einer Frau ihren Audi zu stehlen. Mit diesem machte er sich, immer mit hoher Geschwindigkeit, in Richtung Oné di Fonte auf.

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Die Fahrt mit dem Audi endete an einer Ampel in Zentrum von Oné di Fonte, wo er einen Unfall verursachte, an dem ein Tanklastwagen und mehrere weitere Fahrzeuge beteiligt waren. Glücklicherweise gab es keine Verletzten. Da der 19-Jährige aber ein drittes Auto, einen Ford Ka, der einer Anwohnerin gehörte, entwenden konnte, ging seine wilde Flucht weiter.

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Der letzte Teil seiner Fahrt dauerte aber nur wenige Momente. Ein Streifenwagen der Carabinieri, der sich dem von Steve Quintino gesteuerten Ford in den Weg gestellt hatte, verhinderte die Fortsetzung der Flucht. Der 19-Jährige, der nie einen Führerschein erworben hatte, fuhr mit voller Wucht auf den Streifenwagen auf, sodass sich dieser überschlug und auf dem Dach liegen blieb. Die beiden Carabinieri kletterten aus ihrem Unfallwagen, holten den 19-Jährigen, der weiterhin flüchten wollte, sofort ein und hielten ihn fest.

Ersten Informationen zufolge befand sich der Unfalllenker in einem Zustand geistiger Verwirrung, wobei er immer wieder wirre Sätze über einen angeblich bevorstehenden „Weltuntergang“ wiederholte. Während sie ihn bis zum Eintreffen weiterer Kollegen festhielten, mussten ihn die Carabinieri vor einer aufgebrachten Menge schützen, die ihm Gewalt antun wollte.

Nach einer Sedierung wurde er in das Krankenhaus von Castelfranco Veneto gebracht, wo er derzeit unter Bewachung steht. Ob der 19-Jährige während seiner irren Fahrt unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen stand, ist derzeit Gegenstand von Untersuchungen.

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Bei Steve Quintino handelt es sich um das jüngste von drei Kindern, die nach dem Fortgang des Vaters von der Mutter allein aufgezogen wurden. Um für den Lebensunterhalt der Familie zu sorgen, musste die Mutter den ganzen Tag arbeiten. Die Familie wurde aufgrund herrschender Probleme auch von den Sozialdiensten betreut und begleitet. Leider geriet der 19-Jährige auf die schiefe Bahn. Nach seiner Anstellung in einer Nudelfabrik schien sich der junge Mann wieder gefangen zu haben, aber offensichtlich wurde er die Probleme, an denen er litt, nie ganz los. Nach seiner Nachtschicht in der Fabrik verließ er der Mutter zufolge wutentbrannt, wirres Zeug redend und wild gestikulierend das Haus.

„Das, was sich in San Zenone ereignet hat, ist eine Tragödie mit einer absurden Dynamik. Mein Mitgefühl und das unserer gesamten Gemeinschaft gilt der Familie des Verstorbenen“, so der Bürgermeister von San Zenone degli Ezzelini, Fabio Marin. Auch der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, meldete sich zu Wort. „Wir können dies nicht einfach als einen Akt des Wahnsinns abtun, denn das wäre ungerechtfertigt und verharmlosend. Es bedarf einer exemplarischen Bestrafung, denn das, was heute geschehen ist, ist eine unfassbare, nicht hinnehmbare und unerträgliche Tat“, so Luca Zaia.

Neben einer exemplarischen Bestrafung dürfte der junge Mann aber vor allem auch viel Hilfe benötigen.

Von: ka

Kommentare
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Mutti
Mutti
Universalgelehrter
2 Monate 2 Tage

Es isch koan Wunder bold dass die Leit durchdrahnen,erster Corona,iatz wert ols tuirer….
Ober sell isch logisch koane Entschuldigung

Plusminus
Plusminus
Grünschnabel
2 Monate 2 Tage

Man kann nicht immer alles auf Corona schieben, sollche Typen gab es vorher auch schon

Paladin
Paladin
Superredner
2 Monate 2 Tage
“Neben einer exemplarischen Bestrafung dürfte der junge Mann aber vor allem auch viel Hilfe benötigen.” Ja, aber und derer ganz viele, wo war die Hilfe bevor er diese Wahnsinnstour gestartet und, bevor er einen völlig unbeteiligten Menschen umgebracht hat? Und mehr als befremdend ist hier auch wieder die Vereinnahmung des Täters als grundsätzliches Opfer und die, eher nebensächlich werdende Rolle des eigentlichen Opfers.  Das dieser junge Mann Probleme hat, steht außer Frage, was genau zu dieser tat geführt hat, haben die Gerichte und die Ordnungskräfte zu klären. Danach müssen alle diese Erkenntnisse zusammenfließen. Fakt ist ein Mensch ist tot und das kann… Weiterlesen »
Suedtirolfan
Suedtirolfan
Superredner
2 Monate 2 Tage

@Paladin
Ist ja recht und gut was dir dazu so einfällt:
Aber – “Gegen die menschliche Dummheit ist (leider ) kein Kraut gewachsen ” ⁉️🛡

Hausdetektiv
Hausdetektiv
Superredner
2 Monate 2 Tage

und nach ein paar tagen wieder frei.

Evi
Evi
Universalgelehrter
2 Monate 2 Tage

hoffentlich NICHT!

Ninni
Ninni
Kinig
2 Monate 2 Tage

oh gitt oh gitt,
Junge was machst für Gschichten…. 🙈🥴

sakrihittn
sakrihittn
Universalgelehrter
2 Monate 2 Tage

Sibirien, 80 Jahre dürften reichen…

Staenkerer
2 Monate 2 Tage

naaaa der nia, des orme opfer … den wern se decht nit exemplarisch strofn welln ….

Look_at_Yourself
Look_at_Yourself
Universalgelehrter
2 Monate 2 Tage

Wenn der Typ psychische Probleme hat, dann gehört er, zu seinem eigenen und anderen Schutz, in die Geschlossene.

raunzer
raunzer
Superredner
2 Monate 2 Tage

Ich werde mich heute mit dem Begriff “Freiluftpsychiatrie” etwas näher auseinander setzten.

Evi
Evi
Universalgelehrter
2 Monate 2 Tage

Ruhe in Frieden 🙏
und den Angehörigen mein aufrichtiges Beileid 🖤

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