Bank Austria-Betriebsgewinn 2017 ein Drittel höher

UniCredit veröffentlicht Zahlen für 2017 – Gewinn von 5,5 Mrd. Euro

Donnerstag, 08. Februar 2018 | 08:42 Uhr

Die italienische UniCredit hat ihre Zahlen für 2017 veröffentlicht. Für die Österreichtochter Bank Austria meldete die Konzernmutter große Fortschritte bei der Straffung der Organisation, die Kosten seien zweistellig gesunken. Das operative Ergebnis legte um 34 Prozent auf 497 Mio. Euro zu. Unterm Strich drehten die Zahlen von rot auf schwarz. Der Gewinn der UniCredit selbst betrug 5,5 Mrd. Euro.

Der Nettogewinn im Österreich-Geschäft (Bank Austria) wird in der UniCredit-Bilanz für das Geschäftsjahr 2017 mit 557 Mio. Euro beziffert. Zum Vergleich: Im Jahr 2016 hatte die UniCredit-Österreich-Division “Commercial Bank Austria” (CBK Austria) in den Mailänder Konzern-Büchern einen Verlust von netto 384 Mio. Euro ausgewiesen, weil damals mehrere hundert Millionen Euro für die Übertragung von Bank-Austria-Pensionen ins staatliche ASVG-Pensionssystem rückgestellt worden sind. Das war ein Einmaleffekt.

In der UniCredit-Österreich-Division sind mit dem Privat- und Firmenkundengeschäft auch die Geschäfte mit gehobenen Privatkunden und damit drei von vier österreichischen Geschäftssparten enthalten, nicht aber das Corporate/Investmentbanking. 2016 hatte die Bank Austria ihre Osttöchter an die Konzernmutter abgegeben.

Für das vierte Quartal 2017 wird für die Österreich-Sparte unterm Strich ein Nettogewinn von 96 Mio. Euro ausgewiesen. Die organisatorischen Umbauten sind nach UniCredit-Angaben in Österreich nahezu abgeschlossen. Die Bank hat viele Mitarbeiter abgebaut, 2017 sank der Personalaufwand um fast 10 Prozent. Auch wurde ein Zugewinn an 51.000 neuen Kunden vermeldet. Für die jetzt von Mailand aus gesteuerte Osteuropa-Sparte berichtete UniCredit für 2017 einen Gewinn von knapp 1,6 Mrd. Euro (plus 15 Prozent).

Unter dem Strich stand bei UniCredit 2017 ein Gewinn von 5,5 Milliarden Euro, wie die Muttergesellschaft der österreichischen Bank Austria am Donnerstag mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte UniCredit 11,8 Mrd. Euro Verlust geschrieben. Die Bank will für 2017 eine Dividende von 32 Cent je Aktie zahlen.

Der um Sondereffekte – vor allem Beteiligungsverkäufe – bereinigte Gewinn von 3,7 Milliarden Euro lag 2017 nun auch über den Schätzungen von Analysten und auch deutlich über den eigenen ausgegebenen Zielen. Die harte Kernkapitalquote lag zum Jahresende bei 13,0 Prozent. Die Mailänder Großbank hat im abgelaufenen Jahr 13 Milliarden Euro frisches Kapital eingesammelt und fast 18 Milliarden Euro faule Kredite verkauft.

Von: apa